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Prohormone

Teil 7 aus dem Artikel von Dr. Kurt Moosburger: “Doping – Ein Überblick über die Gegenwart und ein Ausblick in die Zukunft”.

Prohormone

Ende der 90-er Jahre, gehäuft vor allem im Jahre 2000, kam es zu einer Vielzahl an positiven Dopingtests auf das anabole Steroid Nandrolon. Petr Korda, der schmächtige tschechische Tennisstar, war 1998 das erste prominente „Opfer“. Der aufsehenerregendste Fall war 1999 die Farce um den 5000m-Olympiasieger Dieter Baumann, der bis dato als „Saubermann“ galt und einer manipulierten Zahnpasta die Schuld gab.

Weitere prominente „Opfer“ waren die „große alte Dame des Sprints“, Merlene Ottey und ihr männlicher Gegenpart, Olympiasieger Linford Christie (der früher schon mit einem positiven Testosteronbefund getestet worden war, aber aufgrund eines medizinischen Attests ungeschoren geblieben war…) sowie der schwergewichtige amerikanische Kugelstoßer C.J. Hunter, damals noch Ehemann der weltbesten Sprinterin der Gegenwart, Marion Jones, dessen positiver Befund bei den Olympischen Spielen in Sydney bekannt wurde. Man erinnere sich seine tränenreiche Unschuldsbeteuerung auf der Pressekonferenz. Im letzten Jahr sorgten die niederländischen Fußballer Edgar Davids und Frank DeBoer für Schlagzeilen.

Wie sind diese gehäuften Dopingfälle auf Nandrolon zu erklären?
Nandrolon wird in der Medizin unter gewissen Indikationen therapeutisch eingesetzt (Handelsname z.B. DECA-DURABOLINR). Es wird intramuskulär injiziert. Sportler wissen um die lange Nachweisbarkeit einer Nandrolon-Injektion im Dopingtest, weshalb dieses anabole Steroid nicht mehr so oft wie früher als „unterstützendes Mittel“ zur Anwendung kommt.
In den U.S.A. sind schon seit Jahren sog. „Prohormone“ frei erhältlich. In „health stores“, „vitamine stores“ und „fitness stores“ kann man diese Präparate, die als „Nahrungsergänzungsmittel“ gelten und nicht nur für den Sport sondern auch als „anti aging“-Mittel beworben werden, „OTC“ (over the counter) kaufen. Mittlerweile kann man das problemlos auch über das Internet.

Gemeint sind die Prohormone der Nebennierenrinde und deren Derivate (Abkömmlinge).
Während DHEA (Dehydroepiandrosteron), das lange Zeit als „Jungbrunnenhormon“ galt, seine Domäne immer noch in der „Anti-aging-Medizin“ hat, ist es im Sport das Androstendion (zu dessen Einnahme sich der Baseballstar Mark McGwire offen bekannte, nachdem er 1999 einen neuen Homerun-Rekord aufgestellt hatte) und dessen Derivate, die zum Einsatz kommen, insbesondere Norandrostendion. Weiters gibt es noch das Androstendiol und dessen Derivate.

Norandrostendion wird in der Leber zu Nandrolon metabolisiert, das im Harn nachgewiesen werden kann. Das scheinen viele Sportler im Glauben, nur ein Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, nicht bedacht zu haben bzw. waren sie im Vorfeld unzureichend aufgeklärt.
Die Einnahme des „Prohormons“ Norandrostendion als vermeintlich legales Produkt erklärt somit auf einfache Weise einen positiven Dopingtest auf Nandrolon.

Daneben ist seit zwei Jahren ein Problem aufgetaucht, das offensichtlich vielen Sportlern zum Verhängnis wurde: Die Kontamination von Nahrungsergänzungsmitteln (Proteinkonzentrate, Kreatin usw.) mit Prohormonen, speziell mit Norandrostendion. Diese „Verunreinigungen“ kommen dadurch zustande, dass im Produktionsprozess Prohormone „verschleppt“ wurden, indem nach deren Erzeugung und Abfüllung die Maschinen nicht ausreichend gereinigt wurden und somit vor allem die ersten nachfolgenden Chargen der Nahrungsergänzungsmittel Reste von den zuvor abgefüllten Prohormonen enthalten können. Untersuchungen einer Vielzahl von Nahrungsergänzungsmitteln haben einen Prohormongehalt zwischen 0.003 μg und 13 mg/g ergeben. Bereits 1 μg genügt, um zu einem positiven Dopingtest zu führen!
Bei den teilweise exzessiv hohen Nandrolonkonzentrationen, die im Harn mancher Athleten festgestellt wurden, ist es jedoch offensichtlich, dass in diesem Fall kein „verunreinigtes“ Nahrungsergänzungsmittel, sondern ganz bewusst das Prohormon Norandrostendion bzw. ein Prohormon-Gemisch („Stack“) eingenommen wurde.

Außerdem ist eine signifikante anabole Wirksamkeit von Norandrostendion und der anderen Prohormone ohnehin fraglich. Die „Kosten-Nutzen-Relation“ fällt eher ungünstig aus, weshalb die Prohormone z.B. im Bodybuilding keinen Stellenwert (mehr) haben.

Ein besonderer Fall ist das u.a. von der Fa. „Sledgehammer“ (nomen est omen…) vertriebene Produkt „STANOZOLON II“, das als herausragendes Muskelauf- und Fettabbaupräparat angepriesen wird. Was bei Auflistung der Zusammensetzung (neben 19-Norandrostendion und 4-Androstendiol, Chrysin, Kreatin und Tribulus terrestris noch Guarana und Ma Huang als Coffein- bzw. Ephedrinzusatz) jedoch nicht angeführt ist, sondern sich unter Schlagworten wie „1-T Matrix“ oder „AD-4 Komplex“ verbirgt, ist das „harte“ Anabolikum Metandienon, wie die Analyse des österreichischen Dopingkontroll-Labors in Seibersdorf ergab.
Allein die Anlehnung des Markennamens an das anabole Steroid Stanozolol ist vielsagend (Stanozolol ist jenes Anabolikum, das dem berühmtesten Dopingsünder der Geschichte, dem Olympiasieger 1988 im 100m-Lauf, Ben Johnson, zum Verhängnis wurde).

Dass Prohormonpräparate und Nahrungsergänzungsmittel Substanzen beinhalten, die nicht auf dem Etikett vermerkt sind, ist nicht nur unseriös, sondern aus medizinischer Sicht bedenklich und verwerflich.

Teil 7:

Ein Artikel mit freundlicher Genehmigung von Dr. Kurt Moosburger

Quelle: www.dr-moosburger.at/pub/pub029.pdf

Vielen Dank Herr Moosburger.

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Ich hatte Bauchfett, bis ich diesen einmaligen Tipp entdeckte

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Thomas Bluhm
 

Hey, ich bin Thomas. Ich bin lizenzierter Fitness Trainer, Autor und liebe seit 20 Jahren den Kraftsport, schwere Gewichte und seit kurzem auch Nespresso Kaffee :-) Hier auf meinem Blog teile ich mein Wissen und meine Erfahrung über Fettverbrennung und Muskelaufbau.

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Jaro

Hallo Thomas,
ich habe zufällig Deine Seite gefunden und bin echt überrascht, was Du für ein enormes Wissen über die PH s hast. Da ich kein Profi bin (was die Chemie angeht) und wirklich jeder Aussage fast blind vertraue, habe ich mittlerweile auch keine sichere Orientierung, was dieses Thema betrifft. Ich will aber nach 5 Jahren BB mal was „echtes“ ausprobieren und plane eine Kur mit PH. Was hällst Du von Epistane (EPI) – Gift oder ein Versuch wert?
Danke für Deine Antwort
Gruß
Jaro

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