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Klasse statt Masse – Was Bodybuilder und Kraftsportler unterscheidet

Arnie macht "saubere" SZ-Curls

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Ich hatte heute die Gelegenheit meinen erfahrenen und alt eingesessenen Studiobesitzer zu vereinnahmen.

Da ich stets daran interessiert bin besser zu werden, habe ich ihn bis aufs Zahnfleisch ausgefragt. Sein Name ist René und ich bin beeindruckt von seinen alten Erfolgen als Bodybuilder. Er brachte harte 90kg auf die Waage und glänzte mit einen 48cm Oberarm. Über 20 Jahre Trainingserfahrung und Bodybuilder der alten Schule sprechen für sich.

Abends um 20.00Uhr ist in seinem Studio nicht mehr viel los, sodass er mir als „Peronal Trainer“ zur Seite stand und bei den Übungen half.

Das wohl wichtigste, was ich in diesem Training gelernt habe war, dass Bodybuilder und Kraftstportler zwar ein und dieselben Gewichte bewegen, aber von Grund auf anders trainieren.

Der Bodybuilder

Beim Bodybuilding geht es darum mit gezielten Übungen und Ernährungstrategien den Muskel maximal wachsen zu lassen. Hier zählt die körperliche Form und weniger die Kraft. Gewichte, Übungen und Trainingseinheiten sind Mittel zum Zweck.

Wie bei einem Künstler, der die verschiedensten Farben dazu benutzt, um ein Gesamtkunstwerk zu erschaffen, nutzt der Bodybuilder sein Training und seine Ernährung, um die Muskelgröße gezielt zu beeinflussen. Das Ergebnis ist dann eine symmetrische Skulptur, die er zur Schau stellt.

Ich sehe mich ganz klar als Bodybuilder. Daher ist mir eine gute Figur sehr wichtig. Das heutige Training warf einige Fragen auf und änderte meine Denkweise.

René sagte zu mir: „Thomas, wenn du am Strand entlang gehst, sieht kein Mensch wie viel Gewicht du im Training verwendest.“

Wie Recht er hat. Mit dem Ziel immer stärker zu werden, um maximal Muskeln aufzubauen, fing ich im Laufe meiner Trainingszeit an abzufälschen. Das Resultat war dann eine schlampige Technik. Damit nahm ich die Belastung vom Muskel, was wiederum dazu führte, dass mein Muskelwachtum unter meinen Möglichkeiten lag.

Riesige Gewichte sind nicht nötig, um den Muskel maximal zu stimulieren. Sie wirken im Fitness Studio zwar beeindruckend, doch was als Bodybuilder wirklich zählt ist das Aussehen. Kugelrund zu sein und Tonnen an Gewichten zu stämmen, macht keinen Bodybuilder aus dir. Das ist eine Sache für Strongman oder Kraftsportler allgemein.

Mit der neuen Denkweise und René im Nacken sanken heute die Gewichte und die Spannung auf dem Muskel stieg. Es war eine völlig neue Erfahrung für mich nach über 12 Jahren Training wieder in alt bekannte Übungen eingeführt zu werden.

„Ein bisschen den Ellenbogen nach unten, den Arm nicht bis über die Brust heben, am Ende volldurchstrecken…“ René sah genau meine Fehler und korrigierte sofort. Teilweise musste ich meine Gewichte um 50% reduzieren, um den neuen (alten) Bewegungsablauf überhaupt noch bewältigen zu können.

Nachdem ich den ersten Satz einer neuen Übung absolvierte hatte, stellte sich ein wohliges Gefühl im Muskel ein. Kein Muskelschmerk, auch kein Pump, sondern eine Spannung, die mir die Gewissheit gab, den Muskel heute zu 100% trainiert zu haben.

Der 6 fache Mr. Olympia Dorian Yates sagte einmal: „Wenn du das Gewichte nicht bewusst halten kannst, hast du es nicht mit deinem Muskel bewegt.“

Der Kraftsportler

Kraftsportler sind keine Bodybuilder. Wie ich dir oben bereits beschrieben habe, geht es beim Bodybuilding einzig und allein um die Form. Definierte Arme, ein perfektes Sixpack, wohlgeformte Oberschenkel oder eine athletische Brust.

Im Gegensatz dazu möchte der Kraftsportler möglichst viel Kraft. Mit speziellen Trainingstechniken versucht er das maximale aus seinem Körper zu holen. Die Form ist dabei irrelevant. Der Muskel erfährt zwar eine massive Stimulation, soll dem Kraftsportler aber nur dazu dienen das schwerste Gewicht zu bewegen.

Strongman oder Kraftdreikämpfer zähle ich pauschal mit dazu. Kurze Bewegungsamplituden, Teilweiderholungen, hier und da etwas Schwung stören dem Kraftsportler nicht. Ohne Zweifel trainiert er damit seine Muskeln, doch primär steht seine Leistungsfähigkeit im Vordergrund. Intensivwiederholungen oder Supersätze werden sporadisch eingesetzt, jedoch nur um Plateaus zu überwinden.

Dieselben Übungen und Sätze, dennoch trainieren Bodybuilder und Kraftsportler unterschiedlich.

Kraft ist gleich Masse

Ich betone immer wieder, dass du in jedem Training dein Gewicht steigern musst und sei es nur um eine Wiederholung. Wie ich bei mir selbst bemerkt habe, führt der Ehrgeiz dazu, dass die saubere Übungsausführung zu wünschen übrig lässt. Die Muskelkontraktion geht verloren nur weil das Ego beeindrucken möchte.

Was ich dir damit sagen möchte ist, dass du…

… als Bodybuilder auch mit viel Trainingserfahrung immer noch dazulernen kannst

… dass Kraft zwar wichtig ist, doch nie zu Lasten der Übungsausführung gehen sollte

Viel Erfolg

Thomas

P.S.: Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht und du trainierst nun wesentlich hochwertiger? Dann schreibe mir deine Erlebnisse unten ins Kommentarfeld. Ich freue mich darauf.

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Thomas Bluhm
 

Hey, ich bin Thomas. Ich bin lizenzierter Fitness Trainer, Autor und liebe seit 20 Jahren den Kraftsport, schwere Gewichte und seit kurzem auch Nespresso Kaffee :-) Hier auf meinem Blog teile ich mein Wissen und meine Erfahrung über Fettverbrennung und Muskelaufbau.

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Conzi

Hallo,
ich habe schon vor deinem Artikel angefangen, einfach mal bei allen Übungen bis auf Kniebeugen und Kreuzheben die Gewichte um 20% zu reduzieren. Dann habe z.B. beim Bankdrücken auf der Brust einen kurzen Stop eingelegt (1-1,5 sec). Dadurch konnte ich mich viel besser steigern und habe einfach sauberer trainiert.
Zudem fühlt es sicherer und besser an!
Ich kann jedem nur raten, das Ganze einfach mal auszuprobieren.

Reply
Thomas - Autor von "Die Wahrheit über Muskelaufbau"

Hallo Conzi,

danke für deinen Beitrag.

Auf mehr Muskeln.

Gruß

Thomas

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Geextah

Hi,
ein schöner Artikel und ich habe gleichzeitig zwei Sichtweisen dazu.

Zum einen sieht man in den Studios häufig sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene, die so viel Gewicht wie möglich nutzen wollen, nicht unbedingt weil der Muskel so viel Reiz benötigt, sondern weil sie sich von ihrem Ego leiten lassen und natürlich im Studio eine gute Figur machen wollen. Das geht dann aber leider in der Ausführung verloren, zB beim Bizepscurl, der immer bis zum Anschlag zur Schulter ausgeführt wird oder man sich den Schwung aus dem Rücken holt, damit man das Gewicht überhaupt bewegen kann…

Zum anderen versucht man selbst natürlich die Übung so sauber wie möglich auszuführen, aber manchmal wird man einfach „mitgerissen“ oder übermütig und nimmt dann mal 10 Kilo zu viel beim Kreuzheben, wie es bei mir letztens der Fall war.
Der untere Rücken musste dann erstmal für 3 Wochen pausieren. Nun mache ich Kreuzheben anstatt mit 75 Kilo halt mit 55 Kilo.
Dabei viel mir dann auf, dass die Intensität für den Muskel (d.h. Muskelkater) dann sogar besser war, als mit dem zuviel Gewicht – einfach weil ich die Übung viel korrekter und intensiver ausführen kann.

Und ich denke als Bodybuilder sollte man sich auch nicht zu gut sein auch hin und wieder mal einen Trainer zu fragen, ob man eine Übung wirklich richtig ausführt oder ob es Korrekturen gibt; denn schließlich möchte man ja mit seinem Körper arbeiten und sich etwas gutes tun.

Gruß Geextah

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Ley

Gut geschriebener Artikel. Aber das sind ja alle auf dieser Seite.

Ich zähle mich eindeutig zu den Kraftsportlern. Mir ist die Optik nicht so wichtig. Ich sehe das genau so das man nicht unbedingt sehr schwere Gewichte braucht um einen schönen Körper aufzubauen. In unserem Studio gibt es ein sehr gutes Beispiel dafür. Der Typ ist Mitte 20 und sieht sehr muskulös aus. Alles sehr gut proportioniert. Er trainiert sehr sehr leicht, dafür aber mit schöner Ausführung. Ich muss halt immer Schmunzeln wenn er sich für seine 10 Wiederholungen mit 70kg bei den Kniebeugen brav den Nackenpolster zurecht legt und den Gewichthebergürtel anlegt. 🙂

Aber jedem das seine. Den Girls gefällt der Standardpumper besser. Für mein eigenes Ego bringt es mir aber mehr wenn ich wieder mal einen Maximalversuch starte und mich zum Beispiel bei den Kniebeugen von 200kg auf 210kg verbessern konnte.

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