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Im Interview mit Männermodel Danny Kluczny

Danny K.

Danny K.

Heute möchte ich dir eine ganz besondere Person vorstellen. Sein Name ist Danny Kluczny.

Danny ist ein waschechtes Männermodel. Einer dieser unwiderstehlichen „Modeltypen“ und einer, der wie in der TV-Show „Germany´s Next Topmodel“, die ganze Welt bereist.

Glücklicherweise konnte er etwas Zeit opfern und stand mir Rede und Antwort in diesem wirklich tollen, sowie äußerst ausführlichem Interview.

An dieser Stelle soll dir die Frage erlaubt sein, warum ich gerade in einem Blog für Bodybuilder ein Interview mit einem Männermodel führe!? Die Antwort ist einfach: Für Männermodels ist ihr Körper ihr Kapital. Training und bewusste Ernährung gehört zum Alltag. Das heißt Bodybuilding im kleinen Maßstab.

Und in jedem Mann (mich eingeschlossen 🙂 ), steckt das Bedürfnis gut auszusehen, attraktiv, sowie fit zu sein. Darum geht es schließlich jedem Bodybuilder, ob nun mit extremer Muskelmasse oder einfach „nur“ schlank und definiert …

Nun möchte ich dich nicht länger auf die Folter spannen und wünsche dir viel Spaß beim Lesen:

Hallo Danny, vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst für das Interview.

1.) Könntest du dich bitten vorstellen! Wer bist du, was machst du?

Hi, ich bin der Danny, komme aus Monheim (nahe Düsseldorf) und bin 23 Jahre alt.

Ich hab im Jahr 2007 mein Abi, danach ein freiwilliges soziales Jahr gemacht und im Anschluss meine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der ara shoes AG angefangen, die ich im Januar 2011 abgeschlossen habe.

Die Ausbildung war nicht so der Hit, aber ich habe auch selten Azubis kennen gelernt, die hellauf begeistert von ihrer Ausbildung waren.

Im Anschluss an die Ausbildung wurde ich von der Tochtergesellschaft, der Salamander GmbH, übernommen und war dort im Bereich Marketing tätig.

Dieser Job hat mir viel Spaß gemacht. Nur eins hat mich gestört: Muss ich das jetzt etwa machen bis ich 67 bin ???!!!

Da ich zu dem Zeitpunkt schon länger nebenher am Modeln war, kam die Anfrage meiner Agentur (eq models) sehr gelegen mich ins Ausland zu schicken.

Natürlich habe ich Anfangs sehr viel überlegt: soll ich den sicheren Job als Industriekaufmann (mit monatlichem festem Einkommen) für einen riskanten Job als Model (Gelegenheitsjob ohne geregeltes Einkommen) eintauschen ? Was ist wenn ich nur für einen Augenblick gefragt bin und in paar Monaten dann gar nichts mehr kommt oder oder oder ?

Letzten Endes wusste ich aber, dass ich es für immer und ewig bereuen würde, wenn ich es nicht einfach mal probieren würde, etwas anderes, etwas Außergewöhnliches zu tun.

Jeder hat es schon einmal gesagt: no risk, no fun…. viele trauen sich aber nicht, wenn es dann darauf ankommt.

Meine Agentur hat mir vorgeschlagen mich nach Asien zu schicken. Asien ist ein sehr guter Markt für Leute, die ihre ersten Erfahrungen sammeln möchten was das Modeln angeht. Dort gibt es in der Regel sehr viel Arbeit unter stressigen Bedingungen.

So war ich von April bis Juli in Singapur und von Juli bis September in Shanghai, China.

Und ich muss sagen, ich habe es keineswegs bereut. Es waren die bisher tollsten Erfahrungen, die ich sammeln durfte. Ich habe eine Menge toller Menschen kennen gelernt und komme heute noch ins Schwärmen, wenn ich über meine Zeit in Asien rede. Es ist einfach etwas komplett anderes als das, was wir hier in Deutschland und Europa kennen. Das fängt bei der Anzahl der Menschen auf der Straße an, über das Essen, bis hin zur Kultur und Sprache. Insbesondere in China war jeder Tag ein Abenteuer.

Seit Ende September 2011 bin ich wieder in Deutschland und bin trotz meiner tollen Zeit in Asien auch wieder froh bei meinen Freunden und meiner Familie zu sein.

Seit Oktober hat auch mein Studiengang „Wirtschaftspädagogik“ angefangen. Viele haben mir von einem lockeren Studentenleben erzählt. Aber das waren wohl alles Lügner 😉

Es ist von Beginn an knallhart und ich werde von Beginn an eine Menge zu lernen haben (gerade ich lernfaule Socke 😉 ).

Aber ich habe es mir selber so ausgesucht.

Ab Mitte Januar geht es für mich nach Kapstadt. Klar ist, dass ich mein Studium auf diesem Wege nicht in der Regelstudienzeit vollenden kann, aber diese Verlängerung nehme ich gerne in Kauf, um die und hoffentlich noch andere Reisen wahrnehmen zu können.

Kapstadt ist dann also für mich der nächste Step. Viele europäische Kunden reisen im Frühjahr nach Kapstadt, um dort ihre kommenden Sommer/Bademodenaufnahmen für den europäischen Markt zu machen, denn ab Januar beginnt in Südafrika der Hochsommer. Ich bin schon sehr gespannt drauf und freue mich auf meine Reise.

2.) Wie bist du zum Modeln gekommen?

Wie ich zum Modeln gekommen bin ist ehrlich gesagt eine Geschichte über die ich immer wieder schmunzeln muss, wenn ich darüber nachdenke oder darüber rede.

Das hat alles vor nun fast 3 Jahren angefangen, als sich meine damalige Freundin Bilder von mir gewünscht hat. Ich hatte zu dem damaligen Zeitpunkt nur Bilder von irgendwelchen Partys, wo ich dann noch ein Bierglas oder sowas in der Hand hatte. Also auf jedenfall nichts taugliches, was ich meiner damaligen Freundin hätte schenken können.

Danny K.

Danny K.

Also habe ich mich im Internet mal schlau gemacht und nach Fotografen gesucht, die kostenlose Testshootings anbieten. Dies sind Shootings, die meist umsonst sind. Dafür haben Fotograf und das Model die gleichen Bildrechte, dürfen die Bilder aber nicht kommerziell nutzen (also kein Geld damit machen, indem die Bilder verkauft werden).

Mit etwas Glück habe ich dann auch direkt zwei Fotografen gefunden, die bereit waren mit mir solche Shoots auf die Beine zu stellen.

Soweit so gut, würde mir da das Schicksal nicht einen kleinen Strich durch die Rechnung machen.

Irgendwie hat es so kommen sollen und zwei Wochen vor dem Geburtstag meiner Ex-Freundin hat sie mit mir Schluss gemacht.

Lust zu den Shoots zu gehen hatte ich dann auch irgendwie nicht mehr und wollte den beiden Fotografen absagen, da ich keinen Sinn darin sah, da es für mich keinen Verwendungszweck mehr gab was die Fotos betrifft.

Einer der Fotografen hat mich dann aber überredet doch zu einem Shoot zu kommen. Nach einem kurzen hin und her habe ich mich dann doch überreden lassen.

Bei dem Fotoshooting selber habe ich dann gemerkt, dass so ein Shooting ja doch schon ein wenig Spaß macht. Auch die ersten Bilder fand ich , dafür dass ich bisher Null Erfahrung hatte, ganz zufriedenstellend.

So hat mich die Motivation gepackt einfach ein paar weitere Fotografen anzuschreiben, um an noch mehr Shootings zu kommen. Und so langsam hat alles irgendwie ein wenig seinen Lauf genommen.

Nach einigen Fotoshootings habe ich dann einfach mal ein wenig nach Modelagenturen im Internet gesucht. Ich habe viele gute Hinweise und Tipps von ein paar Fotografen bekommen und mich erst bei etwas kleineren Agenturen aus meiner Nähe beworben.

Warum ist eigentlich ganz plausibel: Ein guter Fussballer macht auch erstmal bei kleineren Fussballklubs auf sich aufmerksam anstatt direkt zu den „großen Brocken“ zu gehen. Klar, Ausnahmen bestätigen immer mal die Regel, aber ich wollte es auf die bescheidene Art probieren, anstatt mich direkt mit den Größten der Branche zu messen.

Glücklicherweise hat auch das mit der Agentur recht schnell geklappt und auch meinen ersten Auftrag werde ich nicht vergessen. Ein Fotoshooting für eine Fotostrecke in der Bravo-Sport.

Hat damals nicht viel Geld gegeben, aber ich war stolz wie Oscar und auch das Heft habe ich heute noch zuhause bei mir liegen.

Und so ging das dann alles weiter. Immer wieder kamen Modeljobs. Mal mehr mal weniger, mal sehr gut bezahlte und mal Jobs für weniger Geld. Aber ich mache das nach wie vor alles sehr gern uns weiß, was es heißt für 6 Euro die Stunde im Einzelhandel zu jobben, da ich auch dies in meiner Jugend lange genug gemacht habe. Man will ja unabhängig von den Eltern sein 😉

Seit etwas mehr als einem Jahr bin ich nun bei meiner Agentur eq models aus Berlin unter Vertrag, die nicht nur auf dem deutschen Markt arbeiten, sondern eben auch viel mit Agenturen aus dem Ausland kooperieren. Ich bin sehr froh eine tolle Agentur wie diese gefunden zu haben. Bei uns kennt jedes Model die Booker und man hat in der Regel mehrmals die Woche Kontakt, damit die eine Seite immer weiß woran die andere gerade ist oder an welchem Projekt als nächstes gearbeitet wird.

Ich selbst bin heil froh, dass sich bei mir alles so entwickelt hat. Dennoch ist es aber auch ein Preis vieler Stunden Sport, ein wenig Glück und vor allen Dingen Spaß, denn ohne Spaß an der Sache würde ich mich zu allem nur zwingen.

3.) Ich finde das Modeln bei Männer sehr spannend. Und ganz ehrlich… ich bin ein Fan von Germany´s Next Topmodel 🙂 In dieser Sendung bekommt man einen kleinen Einblick, wie das Business in etwa funktioniert. Mich interessiert: Wie sieht so ein typischer Tag von dir aus?

Mittlerweile habe ich, seit meiner Rückkehr in Deutschland, wieder einen gewöhnlichen Alltag. Dies wird sich aber ändern, wenn ich wieder im Ausland unterwegs bin. Daher rede ich mal über meine Zeit, die ich in China verbracht habe. In Singapur war es genauso wie in China, nur ein wenig entspannter und mit einem Mehr an Freizeit.

Wie viele ja wissen, ist es nicht nur ein Gerücht, dass Chinesen vieeeeeel Arbeiten und sehr belastbar sind. Schnell habe ich festgestellt, dass es in China keine übliche 5 Tage-Woche gibt wie bei uns, sondern eine 7Tage-Woche. Ein Sonntag war also ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag, wie ein Montag oder Dienstag auch. Für meine überschaubaren 2,5 Monate in Shanghai waren das gute Neuigkeiten, da mehr Arbeit natürlich auch mehr Geld bedeutet haben. Allerdings würde ich jeden Anlügen, wenn ich sagen würde, dass es nicht anstrengend war.

Bevor aber jedes Model einen Job kriegt, muss man sich den Job bei so genannten „Castings“ erobern. Es war keine Seltenheit, dass sich gut 80-100 Models bei einem Castings vorgestellt haben, obwohl nur einer von uns einen Job ergattern konnten.

Für Castings gibt es natürlich kein Geld. Nur wer den Job kriegt, verdient nachher auch Geld. Heißt in meinem Beispiel also, dass alle Models, bis auf eines, umsonst zu diesem Casting gekommen sind.

Es ist aber immer gut, dass ein Kunde die Models kennenlernt. Kriegt man diesmal keinen Job, kann es durchaus sein, dass der Kunde beim nächsten Mal genau einen Typen sucht, der zum letzten Job optisch oder aus anderen Gründen nicht gepasst hat.

Shanghai ist ein riesiger Markt, also hatten wir von den Castings meist 4-8 Stück am Tag.

Man ist also zu Beginn den ganzen Tag damit beschäftigt sich bei den Kunden vorzustellen.

Nach wenigen Wochen hatte ich den Großteil der Kunden abgeklappert und war insbesondere in meinen letzten Wochen in Shanghai sehr viel am arbeiten, teils 6 mal die Woche.

Auch weiß ich, dass viele denken: „Ach das Modeln, das ist doch ganz einfach. Man stellt sich hin, es werden ein paar Fotos gemacht und fertig.“

Danny K.

Danny K.

So habe ich früher auch gedacht, aber auch ich habe damit falsch gelegen. Ich würde jeden bestätigen, der sagt, dass man mit dem Modeln verhältnismäßig sehr leicht Geld machen kann. Aber gerade was die Arbeit in China angeht, kann ich nur sagen, dass Modeln auch sehr anstrengend sein kann.

Es hat ein paar einfache Gründe warum es so ist. Es ist ja kein Geheimnis, dass viele Firmen und Unternehmen mittlerweile in China oder generell in Asien ihre Waren produzieren lassen, da es einfach billiger ist. Und natürlich ist es auch wesentlich günstiger Bilder und Shootings in China zu machen. Die Fotografen sind billiger und die Models erhalten geringere Gagen als in Europa. Die Qualität der Bilder lässt dann oft zu wünschen übrig. Aber ist es eben in Europa selten so, dass ein Model regelmäßig 5-6 Jobs in der Woche hat. Womit man in China als Model gut Geld verdienen kann ist eben die hohe Anzahl der Jobs, die man hat.

Auch ein großer Unterschied zu dem Deutschen -und Europäischen Markt ist, dass man in China pro Stunde bezahlt wird.

In Deutschland sieht es so aus, dass man beispielsweise für einen halben Tag gebucht wird und einen bestimmten Betrag fest bekommt. Meist gibt es für Ganztagsjobs eine angenehme Mittagspause von 1-2 Stunden und auch nicht selten ein gesundes Buffet dazu.

In China wird man mindestens für 4 Stunden gebucht, dann kommt man aber zu einen Job und es heißt: „Hier die 200 Outfits shooten wir heute durch.“

(Von der Sprachbarriere Deutsch/Englisch-Chinesisch habe ich bisher nichts erwähnt, aber ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass es nicht einfach war mit Chinesen zu kommunizieren, da nur die wenigsten von ihnen die englische Sprache beherrschen. Meist half aber das Kommunizieren mit Hand und Fuß. Einig ist man sich irgendwie immer geworden…)

Diese Aussage ist natürlich utopisch. Wer zum Teufel soll 200 mal die Klamotten in nur 4 Stunden wechseln und dabei gescheite Fotos hinbekommen ?

Also war der Kunde dann gezwungen eine so genannte „Overtime“ zu zahlen.

Dementsprechend wollten die chinesischen Kunden die Shootings also möglichst kurz halten, um einfach Geld zu sparen.

Es war dann aber keine Seltenheit für mich in China, dass auch mal 8-10 Stunden am Tag geshootet wurden. Eine Pause von 10-20 Minuten gab es dann vielleicht auch mal, aber die wurde auch möglichst kurz gehalten, da es ja alles Geld war, was der Kunde zahlen musste.

Ein Shooting sah dann so aus, dass ich mir die Sachen von Beginn an schnell anziehen musste. Dann ging es vor die Kamera und es wurden Fotos gemacht. Oftmals waren die Produktionen für Kataloge oder Onlineshops. Zeitgleich standen aber hinter der Kamera schon direkt zwei Helfer, die mir beim Wechseln der Klamotten helfen sollten. Das ganze geschah dann bei den meisten Jobs ca. 200 Mal an einem Arbeitstag.

Ich habe bisher, seit meiner Jugend, nebenbei gearbeitet, um mir ein wenig Geld dazu zu verdienen. Aber selten war ich nach der Arbeit so platt, wie nach den Shootings in China. Nach solchen Jobs war ich in der Regel dann immer gegen 19h zuhause, aß eine Kleinigkeit und dann ging die Arbeit für den Körper weiter – im Fitnessstudio, denn nichts kommt von allein.

Aber es war für mich immer die beste Art und Weise neue Energie „aufzupumpen“ auch wenn ich nach dem Workout dann wirklich platt war.

Ich denke jedem von uns geht es so, dass man sich nach einem guten Workout eben um ein Vielfaches besser fühlt. So war es auch bei mir und so ist es auch heute noch. Fast nichts ist besser, als ein gutes Workout ! 🙂

Natürlich ist gerade Shanghai eine Stadt, die nicht nur 7 Tage die Woche arbeitet, sondern auch eine Stadt die 24/7 Stunden lebt. So konnte man 7 Tage die Woche feiern oder ausgehen. Das tolle für uns Models war, dass wir in den Clubs immer gern gesehene Gäste waren. So hatten wir nahezu in allen Clubs freien Eintritt und unsere eigenen Tische, an denen wir all unsere Getränke hatten. Die einzigen paar Centbeträge, die ich in fast 6 Monaten in Asien beim Feiern ausgegeben habe, waren ein paar Dollars für die Taxifahrten zu den Clubs und nach Hause.

Viele denken sich sicherlich „Wooooow!!!“

Anfangs fand ich das auch alles ganz spannend und interessant. Gerade noch in meiner Zeit in Singapur habe ich in einem großen und schönen Apartment mit zum Teil 7 anderen Jungs (von unserer Agentur) aus aller Welt gelebt. So waren die ersten Wochen sehr actionreich und intensiv was das Feiern angeht, aber das hat dann auch sehr schnell nachgelassen. Schnell habe ich gemerkt, dass mein Körper auch die nötige Regeneration und Ruhe braucht. In Singapur war das noch alles verkraftbar, da der Markt nicht so stressig war wie in China.

In China habe ich das Feiern gehen und die Partys sehr stark reduziert. Nach den langen Arbeitstagen habe ich die Ruhe einfach nur gebraucht und wollte nicht gegen den Körper arbeiten. Auch habe ich in Shanghai in einem Apartment mit 2 anderen Mädels gelebt. Ich hatte also nicht die Kumpeltypen, die ein jeder Mann zum Feiern braucht 🙂

Damit ihr kein falsches Bild von mir habt, sage ich euch, dass ich jemand bin, der sehr gerne Feiern geht, aber eben im gesunden Maße. Hier in der Heimat, dann sowieso auch immer ohne einen Tropfen Alkohol zu trinken. Einfach aus dem Aspekt, dass es mir in erster Linie schade um das Geld ist, ich auch viel Spaß ganz ohne Alkohol haben kann und weiß, dass das Zeugs Gift für den Körper ist, wenn man produktiv täglich Sport betreibt.

Mir war es einfach wichtiger gesünder zu leben, meine Ruhe zu haben, um meinen Körper möglichst fit für anstehende Jobs und Castings zu halten.

4.) Wenn ich modeln möchte, welche Voraussetzungen muss ich erfüllen? Wo könnte ich mich bewerben?

Viele Leute, die ich kennengelernt habe, sind begeistert von dem, was ich mache und würden dies selbst gerne probieren. Was das erste und (leider) wichtigste Kriterium bei den Models ist, ist neben einem gesunden Erscheinungsbild, die Größe.

Ich habe viele sehr hübsche Mädels kennengelernt, die aber leider nie einen Vertrag bei einer Modelagentur bekommen werden, da sie schlichtweg zu klein sind.

Bei Männern ist es meist die Mindestgröße von 1,82cm und bei Frauen die Mindestgröße von 1,74cm.

Mit meiner Größe von knapp 1,84cm kratze ich gerade im unteren Bereich der Mindestgröße.

Gegen die alltäglichen Riesen aus Mailand oder Paris mit einer Körpergröße von 1,88cm oder zum Teil größer bin ich dann doch eher schon ein Winzling und es würde einfach nicht aussehen, würde ich auf einer Modeshow neben so einem „Riesen“ laufen oder neben Mädels, die mit hohen Schuhen dann noch größer sind wie ich.

Daher werde ich weniger für Laufstegjobs empfohlen, sondern eher für Fotoprojekte, wie Kataloge oder anderweitige Aufnahmen.

Dies mag sich vielleicht zum Teil unfair anhören, dass es einfach diese Grenze gibt, hat aber einfach den Grund, dass ein Model, das von einem Kunden gebucht wird auch in deren Klamotten reinpassen muss. Und wenn ein Model für die Sachen zu klein ist, dann sieht es einfach nicht aus, wenn das Model in den Sachen untergeht. Für Jobs, wie Modeshows etc. werden nur in den seltensten Fällen extra Größen für die Modelle geordert. So werden dann von den Kunden Models ausgesucht, die in diese Mustergrößen hineinpassen.

Ein Vorteil auf dem asiatischen Markt für mich ist, dass ich mit meinen 1,84cm gut bedient war. Daher hatte ich auch das Glück und bin einige Modeshows gelaufen.

Letzten Endes sollte dies aber niemanden abhalten sich (auch wenn ein paar Zentimeter fehlen) nicht trotzdem bei einer Modelagentur zu bewerben. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

Vielleicht hat man das Glück und jemand aus einer Agentur sieht in einem Model das Potenzial in kommerziellen Werbeaufnahmen, selbst wenn es für die Laufstege nicht reichen wird.

Wenn man also ein wenig Selbstbewusstsein hat, dann sucht man sich am besten eine Agentur im Internet, bei der man sich bewerben kann. Dies geschieht meist über deren Internetseiten.

Danny K.

Danny K.

Da es in der Modelbranche schier unendlich viele Agenturen zu geben scheint, sollte man sich aber schon ein wenig im Internet über die Agentur schlau machen, bei der man vor hat sich zu bewerben.

Oftmals gibt es viele Erfahrungsberichte, die man ganz leicht bei google findet. So habe ich es auch gemacht. Oder noch einfacher: Man geht auf die Internetseite www.models.com und findet dort ganz einfach die bekanntesten, seriösen und international agierenden Agenturen aller Länder.

Wer es so macht wie ich, der sucht sich am besten erstmal eine Agentur in seiner Nähe.

Nahezu alle Agenturen sind stets auf der Suche nach Newcomern. Per Email kann man sich dann ganz einfach bei der Agentur bewerben. Kontaktdaten, Größen, Maße und Fotos dürfen in keiner Bewerbung fehlen.

Die allermeisten Agenturen haben aber wie oben schon genannt auf ihren Internetseiten eigene Bewerbungsrubriken wo man einfach alles einträgt und die Bilder unter den genannten Feldern einfach hochlädt. Es ist ein Arbeitsaufwand von 2-3 Minuten.

Eine professionelle Agentur verlangt von Newcomern niemals professionelle Fotos. Es reichen schlichte und ganz einfache „Polaroidfotos“ die jeder mit einer Digitalkamera machen kann.

Polaroids sind Fotos bei denen das Model unter normalem Licht abgelichtet wird. Frontal als Portrait, von der Seite, damit das Profil zu sehen ist und eine Ganzkörperaufnahme (meist in Unterwäsche oder bei Frauen im Bikini) damit die Proportionen zu sehen sind.

Gut arbeitenden und professionellen Agenturen reichen diese Fotos um Potential zu sehen, oder eben nicht.

Gefallen einer Agentur diese Bilder, wird das Model dann meist zu einem persönlichen Gespräch in die Agentur eingeladen.

Wird man dann bei einer Agentur angenommen ist es wichtig darauf zu achten, dass seriöse Agenturen NIE Geld von einem Model verlangen. Die Aufgabe einer guten Agentur ist es in das neues Model zu investieren wie z.B. für die Erstellung eines Fotobuches und der dazu benötigten Testshootings, damit die Agentur professionelle Bilder von einem Model hat, um es bei den Kunden vorzustellen. Diese anfallenden Kosten werden dann mit den ersten Verdiensten eines Models verrechnet. So braucht das Model bei einer seriösen Agentur niemals Befürchtungen zu haben etwas aus eigener Tasche zahlen zu müssen.

5.) Sag mal ist es nur ein Gerücht oder die Wahrheit, dass Männermodels weniger verdienen als die Mädels?

Das Gerücht, dass Männermodels weniger verdienen als Frauen, kann ich nur teilweise bestätigen. Gerade im kommerziellen Bereich sind die Verdienste bei Männern und Frauen recht gleich.

Natürlich kommen hier mehrere Faktoren zur Geltung wie z.B.: Was für ein Marktwert hat das Model? Für wie lang ist die Verwendungsdauer der Aufnahmen für den Kunden (Buyout)? In wie vielen Ländern sollen die Aufnahmen vermarktet werden? Hat das Model in einem Spot eine Hauptrolle (bzw. ist es öfters zu sehen/deutlicher zu erkennen wie andere) oder ist das Model nur ein „Nebendarsteller“?

Und letzten Endes: Wie gut ist die Agentur und für wie viel haben die Booker das Model dem Kunden verbucht?

Dies sind alles Faktoren, die eine große Rolle spielen, was den Verdienst bei einem Job angeht. Hierbei sind die Verdienste bei Männern, wie Frauen (meinen bisherigen Erfahrungen nach) in der Regel recht gleich, außer natürlich ein Kunde wünscht sich ein Model, dass schon einen „Promistatus“ hat oder einfach ein Topmodel ist.

Weshalb es aber dennoch dieses Gerücht gibt, ist ganz einfach: Es gibt dutzend mal so viele Jobs für Frauen, wie für Männer. Gerade im Fashionbereich: Also Laufstegjobs, Modemagazine, Kosmetik ect.

In der Hinsicht ist der Markt für Frauen einfach um ein vielfaches größer wie für Männer.

Als gutes weibliches Model hat man also die Möglichkeit viel mehr beschäftigt zu werden und an Jobs zu kommen.

Dementsprechend ist aber die Konkurrenz bzw. die Anzahl der weiblichen Models auf den Märkten um ein vielfaches größer als bei den männlichen Modellen.

6.) Wie sieht dein Training aus, wenn du so viel unterwegs bist bzw. wie hältst du dich fit?

Sport ist für mich das A und O , aber auch eine riesige Leidenschaft und ein Mittel nach stressigen Tagen einfach mal abzuschalten und sich noch mal so richtig auspowern zu können.

Klar gehört es dazu, den inneren Schweinehund zu überwinden, aber Gott sei Dank war das bislang nie ein Problem für mich. Lange habe ich Fussball gespielt und war dort sehr ehrgeizig, bis ich mir mit 19 eine schwere Knieverletzung zugezogen habe.

Hätte ich damals mal keine Lust auf Training gehabt, hätte ich bei den Spielen also auf der Bank gesessen. Und darauf hatte ich nie Lust, also bin ich immer fleißig zum Training gegangen und konnte diesen Ehrgeiz nach wie vor beibehalten.

Ich bin gerne jemand der verschiedene Trainingsweisen probiert, um evtl. bessere Ergebnisse zu erzielen.

Die letzten 3 Monate habe ich (wie vermutlich die meisten von euch auch) einen Split- Trainingsplan gehabt:

  • Tag 1: Brust, Trizeps
  • Tag 2: Rücken, Bizeps
  • Tag 3: Beine
  • Tag 4: Bauch Schultern
  • Pro Einheit: 3-5 Übungen (Woche zu Woche variierend)
  • Jede Übung mit 3 Sätzen á 10-12 Wiederholungen

Warm up und Cool down vor und nach jeder Trainingseinheit: z.B. Stepper 10 Minuten auf 80%

Zwischen den Trainingstagen im Fitnessstudio gehe ich täglich 45-60 Minuten joggen (an der freien Luft! Nur bei Regen dürfen Ausnahmen gemacht werden 😉 und je nach Körperbefinden und Zeit: Morgens joggen und abends Fitnessstudio.

Im Moment möchte ich für meinen nächsten Auslandsaufenthalt alles mehr definieren, verzichte daher größtenteils auf Kohlenhydrate (mehr dazu unter Punkt 7) und habe meinen Split-Trainingsplan auf einen Ganzkörperplan gewechselt.

Die Cardio- bzw. Laufeinheitsintensität sind gleich geblieben.

Mein aktueller Plan sieht so aus:

3 x die Woche

Trainingstag:

  • 2 Übungen Brust 12- 15 Wdh.
  • 2 Übungen Rücken 12- 15Wdh
  • 1 Übung Bizeps 20-25 Wdh
  • 1 Übung Trizeps 15-20 Wdh
  • 1 Übung Schultern 12-15Wdh

Diese Übungen führe ich unmittelbar hintereinander aus. Danach gönne ich mir eine Pause von 3-5 Minuten und wiederhole das ganze, so dass ich am Ende auf insgesamt 3 Durchgänge komme.

Zum Schluss (bei diesem Trainingsplan) drei Durchgänge 7 verschiedener Bauchübungen á 10-15 Wiederholungen

Auch hier:

Warm up und Cool down vor und nach jeder Trainingseinheit

Beine trainiere ich bei diesem Plan an einem Tag separat

Ich bin, wie oben schon genannt, definitiv jemand, der gerne neue Trainingspläne und Methoden ausprobiert. Selber habe ich festgestellt, wenn man auf lange Zeit Erfolge erzielen möchte, definitiv seine Pläne alle paar Wochen einmal Wechseln sollte.

Man sollte seinen Plan auch immer seinen Zielen nach anpassen. Bei mir ist es im Moment eben so, dass ich nicht an Masse aufbauen möchte, sondern im Gesamten noch 1-2 Kilo abnehmen und alles definiert, sowie trocken bekommen möchte (d.h.: wenig Fett, wenig Wasser am Körper).

Und mit dem Plan, den ich im Moment ausübe, bin ich recht zufrieden.

Oftmals ist es aus zeittechnischen Gründen recht schwierig Arbeit und intensiven Sport zu kombinieren. Aber ich bin der festen Überzeugung:

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Wenn ich im Ausland unterwegs bin, habe ich bisher die gute Erfahrung machen dürfen, dass den Models Fitnessstudio bzw. Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt wurden, da die Agenturen von den Models leben und es sich nicht leisten können, dass ihre Models eingehen und stets in Form sind.

Ein Gefühl, das ich oft habe, ist eben die Erschöpfung, die man oft nach langen Tagen verspürt. Dementsprechend habe ich dann den Alltag und vor allen Dingen die Ernährung so eingestellt, dass die nötige Kraft fürs Fitnessstudio immer da ist.

Und wenn einmal ein Trainingstag wegfällt, ist es mit Sicherheit auch kein Weltuntergang, sondern im Gegenteil: Motivations -und Kraftspender, um beim nächsten Workout umso mehr Gas zu geben ;-)7.) Die Ernährung ist das A und O. Wie ernährst du dich? Könntest du einen durchschnittlichen Tag mit Nahrungsmitteln auflisten?

Wie ich unter Punkt 6 schon angedeutet habe und ihr sicherlich alle bereits wisst ist, dass Training nur die halbe Miete darstellt. Das beste Training bringt in meinen Augen dem besten Athleten nichts, wenn nach den Trainingseinheiten Cola, Burger und Co. folgen.

Da ich aufgrund meines Modeljobs schon recht auf die Figur gucken muss, habe ich meine Ernährung bewusst entsprechend ausgerichtet.

So beginne ich einen normalen Tag am liebsten mit einer Schüssel 250 Gramm Magerquark + Protein + Mandarine, Apfel oder Banane oder gerne auch Schwarzbrot + 2 ganze Eier.

  • Mittags: Pute/Thunfisch + Salat
  • Nach dem Training: 1 Proteinshake
  • Abends: Proteipancake aus 3 Eiklar

Und über den Tag verteilt noch viel Gemüse, 1-2 Birnen, fettarmer Joghurt.

Bevor ich mein erstes Fotoshooting hatte, habe ich im Vergleich zu jetzt noch knapp 12kg mehr gewogen. Ich muss dazu auch sagen, dass gerade meine Oberschenkel doppelt so dick waren wie jetzt, was aber ganz einfach daran lag weil ich 4-5 Mal die Woche Fussball hatte.

Zur Zeit wiege ich bei meiner Größe von 1,84cm 73kg. Dies sind sicherlich keine Bodybuilder Maße, letzten Endes aber wichtig für meinen Job.

Meine Gewichtsreduzierung über die Jahre lag ganz klar in meiner Ernährung. Auch damals, zu meinen Zeiten als ich Fussball gespielt habe, habe ich regelmäßig und viel Sport gemacht. Letzten Endes habe ich nur gegessen, was eben geschmeckt hat.

Heute esse ich auch was mir schmeckt, allerdings stelle ich mir als erstes die Frage, ob es gesund und gut für mich ist. Und mit ein wenig Kreativität gibt es die tollsten Gerichte, die eben beide sind.

Links ein Foto aus dem Jahre 2009 (Juni) und daneben ein aktuelles Foto (nur ein wenig dünner).

Danny K.

Danny K.

7.) Eine letzte Frage noch: Hast du schon eine Idee, was du nach dem Modeln machen wirst?

Ja, ich weiß schon in welche Richtung ich nach/während des Modelns gehen möchte. Ich habe im Oktober 2011 mit dem Wirtschaftspädagogik-Studium angefangen. Wie ich im Interview schon geschrieben habe, werde ich es aufgrund der Reisen in Kauf nehmen müssen ein paar Semester länger zu studieren, aber so habe ich weniger Druck und die Eile habe ich auch nicht, denn den“Schadensersatz“, den ich durch meine Reisen zurückbekomme, ist mir das ganze allemal wert.

Warum Wirtschaftspädagogik ? Nun, bei mir war es so, dass ich im letzten Jahr meine Ausbildung zum Industriekaufmann abgeschlossen habe.

Die Arbeit war sehr interessant und hat mir gerade nach meiner Ausbildung (nach der Übernahme) viel Spaß gemacht, weil ich bei der Firma Salamander im Bereich Marketing arbeiten dürfte. Jedoch war es für mich nicht das Wahre bzw. konnte ich mit der Vorstellung nicht leben von nun an jeden Tag fest vorgeschrieben zu haben und 9 Stunden davon im Büro zu verbringen.

Hinzu kommt, dass ich sowieso vor hatte zu studieren. Die einzige Alternative in diesem Bereich zu studieren wäre dann nur ein berufsbegleitendes Studium gewesen oder ein Abendstudium. Dies würde mir dann aber jegliche Freizeiten rauben. Ich hätte keine Zeit mehr Modeljobs anzunehmen.

Ich habe viele Freunde, die diesen (karrieretechnisch besten) Weg genau so gehen. Nur haben meine Kumpels auch kaum noch Zeit um regelmäßig Sport zu treiben oder andere Dinge zu tun.

Wirtschaftspädagogik wäre für mich die perfekte Mischung aus dem interessanten Themengebiet BWL und dem pädagogischen Zweig. Vor meiner Ausbildung habe ich ein freiwilliges soziales Jahr an einer Grundschule gemacht und habe dort für mich entdeckt, wieviel Spaß es mir macht mit Kindern zu arbeiten.

Viel mitgegeben hat mir in meiner Ausbildung einer unserer Lehrer, der selbst gerade einmal 30 war. Er hat vorher eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht und danach die Schiene „Lehramt“ für sein Berufsleben gewählt. Genau die Richtung, die ich mir auch vorstellen könnte …

Mehr Infos und Kontakt zu Danny erhältst du auf seiner Facebook Seite hier.

Ich hoffe dir hat das Interview gefallen und ich freue mich deine Meinung dazu unten im Kommentarfeld zu hören.

Beste Grüße

Thomas

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Du wirst erstaunt sein, wie einfach und schnell du einen flachen Bauch oder Sixpack bekommen kannst, ohne stundenlanges Training, ohne Pillen und ohne Bauchübungen.

Thomas Bluhm
 

Hey, ich bin Thomas. Ich bin lizenzierter Fitness Trainer, Autor und liebe seit 20 Jahren den Kraftsport, schwere Gewichte und seit kurzem auch Nespresso Kaffee :-) Hier auf meinem Blog teile ich mein Wissen und meine Erfahrung über Fettverbrennung und Muskelaufbau.

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