Buchrezension „Muskeln in Minuten“ von Jürgen Gießing

Eine Buchrezension von Nico Nissen:

Eingangs möchte ich klarstellen, dass ich anders als der Autor Jürgen Gießing kein Sportwissenschaftler bin und die wissenschaftliche Diskussion darüber, ob nun das Drei-Sätze-Volumentraining oder das Hochintensive Training HIT die effektivere Methode zum Muskelaufbau ist, nicht im Detail verfolgt habe.

Mein Urteil über sein on Demand erhältliches Buch „Muskeln in Minuten – Hochintensitätstraining (HIT) für Muskelaufbau und Fitness“ stellt daher die Einschätzung eines Hobbysportlers und sportwissenschaftlichen Laien dar, nicht die eines Fachkollegen des Autors.

Den langjährigen Lesern dieses Blogs ist Jürgen Gießing bereits als Verfechter des hochintensiven Trainings bekannt. In diesem Buch setzt er sich eingehender mit dessen Vorzügen auseinander und geht der Frage nach, weshalb es sich trotzdem nicht gegen das Volumentraining durchsetzen konnte.

Nach Gießing Ansicht geht das Volumentraining auf die veraltete Vorstellung zurück, dass Trainingsumfang und -dauer größeren Einfluss auf die Trainingsergebnisse hätten als Trainingsintensität und Regeneration. Ausführlich weist er nach, dass dies auf einer Fehlinterpretation alter Forschungsergebnisse teilweise voreingenommener Wissenschaftler beruht, von denen die nachfolgenden Wissenschaftlergenerationen ungeprüft abschrieben.

Er zitiert etliche Studien, bei denen kein bedeutend größerer anaboler Effekt bei höheren Satzzahlen festgestellt werden konnte und die die These von der höheren Effektivität des Volumentrainings somit widerlegen.

Eine aktuelle Studie hat sogar gezeigt, dass das HIT nicht nur im Vergleich zum Aufwand effektiver ist, sondern bei fast allen Übungen mehr Muskelzuwachs hervorrief als ein Volumentraining mit drei Sätzen.

Auch dass man im Volumentraining bei diesen drei Sätzen gelandet und geblieben ist, ist mehr auf die kulturelle Bedeutung der Zahl „Drei“ und hartnäckige Denkfehler als auf wissenschaftliche Evidenz zurückzuführen, was er ebenfalls anhand etlicher Beispiele glaubhaft nachweist.

Nachdem er die Vorzüge des HIT überzeugend herausgearbeitet und gängige Vorurteile dagegen widerlegt hat, erläutert er in einem praxisbezogenen Teil die Grundsätze des HIT und verschiedene Techniken, um die Übungen intensiver durchzuführen. Besonders unterstreicht er die Wichtigkeit der Regeneration nach dem Training.

Allerdings hätte der praxisbezogene Teil bei diesem Buchtitel umfangreicher ausfallen müssen – der Leser, der sich dem Titel und Cover des Buches entsprechend einen Trainingsleitfaden erhofft hatte, wird hier leider enttäuscht (oder in die Irre geführt) und muss auf Gießings „HIT-Fitness“ zurückgreifen.

Alles in allem ist „Muskeln in Minuten“ eher eine mitunter zu ausführliche Abhandlung und vermutlich Gießings Abrechnung mit Sportwissenschaft und Sportszene, die daran scheitern, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen.

Was den strengen Bücherfreund wie mich zudem stört, ist die billige Herstellung des Buches. Zwar lässt sich gegen dessen Umschlag und Papier nichts sagen, doch hätten ein Lektorat und ein professioneller Setzer ihm gut getan. Es finden sich immer wieder Zeichensetzungsfehler und fehlerhafte Sätze.

Die Abstände zwischen den Absätzen wurden offenbar mit Leerabsätzen hergestellt, Unterabschnitte sind nicht als solche erkennbar und einige Grafiken und Zeichnungen lagen offenbar nicht in Druckauflösung vor oder sind zu klein, denn sie sind dermaßen verschwommen, dass die Beschriftung oder einzelne Striche nur schwer zu erkennen sind.

Dass es sich um ein Book on Demand handelt, kann nur bedingt als Entschuldigung gelten – schließlich kann man sich das eigenen Werk gelegentlich selbst ansehen und offensichtliche Probleme von Profis lösen lassen.

Doch bei Sachbüchern sollte der Inhalt im Vordergrund stehen, und den sollte sich zweifellos jeder ansehen, der Krafttraining betreibt und sich bislang nicht zwischen klassischen Volumentraining und HIT entscheiden konnte, denn mit „Muskeln in Minuten“ bietet Jürgen Gießing eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfe.

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