Biohacking: Wie man den menschlichen Körper austrickst & perfektioniert?

Biohacker Maximilian Gotzler

Biohacker Maximilian Gotzler

Hast du schon einmal von Biohacking gehört?

Oder möchtest du vielleicht mit Biohacking deine körperliche Leistungsfähigkeit verbessern?

Möchtest du mit Biohacking effektiver Fett verbrennen, länger leben oder deine Gesundheit schützen?

Dann lese dir jetzt den folgenden Artikel sehr aufmerksam durch!

Der Biohacking Experte Maximilian Gotzler hat uns in einem intensiven und äußerst informativen Interview die besten Biohacking Tipps und Tricks verraten.

Biohacking wird auch als Selbstoptimierung bezeichnet. Biohacker versuchen mit Hilfe von biologischen, chemischen oder pyhsikalischen Hilfsmitteln den menschlichen Körper stark zu verbessern.

Wie Computer-Hacker, versuchen Biohacker Wege zu finden in den menschlichen Organismus einzugreifen, um schneller, besser, effektiver, gesünder, fitter, leistungsfähiger oder übermenschlicher zu werden.

In den USA ist Biohacking ein riesengroßer Trend. Nun steht uns Max Rede und Antwort und wird uns in die Welt des Biohacking einführen. Ich bin mir sicher, du wirst gleich große Augen machen und eine Menge lernen.

Da das Interview sehr lang geworden ist, haben wir für dich ein Inhaltsverzeichnis erstellt. Klicke auf den jeweilige Link, um die entsprechende Text-Passage zu lesen.

Los geht’s:

1.) Hi Max, wer bist du und was machst du? Stell dich unseren Lesern bitte kurz vor.

Max: Mein Name ist Maximilian Gotzler und ich bin ein sogenannter Biohacker und auch der Gründer von Flowgrade.

Ich komme eigentlich aus der Leistungssportszene, allerdings war ich ursprünglich Basketballer.

Aufgewachsen bin ich in Bayern, groß geworden als Basketballer bei der Jugend des FC Bayern. Mit einem Sportstipendium in der Tasche bin ich dann in die USA gegangen.

Dort habe ich dann eigentlich diese ganze Selbstoptimierungs- und Selbstvermessungsszene kennengelernt, die dort eben schon mit diversen Bloggern sehr stark vertreten war.

Als ich dann 2008/ 2009 nach Deutschland zurückkehrte habe ich gemerkt, dass Selbstvermessungen hier noch kein Thema sind.

In den USA gab es damals schon ein paar Firmen, die deine Blutwerte analysiert haben. Da bin ich also eingestiegen und war somit einer der ersten in dem Bereich der Selbstvermessungsszene hier in Deutschland.

Wir haben eine Gruppe in Berlin gegründet, die ich betreut und mit aufgebaut habe. Schnell hatten wir über tausend Mitglieder.

Damit ist eigentlich meine erste Business-Idee in dem Bereich gewachsen. Das war „Biotrakr“. Eine Plattform, die dem Nutzer ermöglicht hat, seine Blutwerte testen zu lassen.

Dafür haben wir mit einem Labor zusammengearbeitet und transportierbare Bluttests verkauft. Die Ergebnisse wurden dann online dargestellt.

Daraus ist dann auch Flowgrade gewachsen. Eine Marke für Content Produkte und Dienstleistungen in dem Bereich.

Und daher bin ich jetzt ein sogenannter professioneller Biohacker.

Thomas: Das hört sich wahnsinnig spannend an. Ich glaube, den Begriff habe ich zum ersten Mal in einem Buch von Tim Ferriss gelesen oder auf seinem Blog. Eigentlich konnte ich damit nicht wirklich viel anfangen.

Könntest du uns kurz aufklären?

2.) Was ist Biohacking? Was macht man damit und welche Vorteile bringt es? 

Max: Ja, auf jeden Fall.

Biohacking ist ein Begriff mit verschiedenen Definitionen. Es reicht von Leuten die mit Implantaten arbeiten bis hin zu

  • „Robotics“,
  • „Cyborgism“,
  • Lebensverlängerung (Live Extension)
  • oder eben einfach Selbstoptimierung.

Der Begriff ist sehr schwammig und dehnbar. Interessant, dass du Tim Ferriss erwähnst, denn er war tatsächlich einer der ersten, der aus der Selbstvermessungsszene kam.

Definition „Selbstvermessung“

Biohacking Selbstvermessung Koerperfettwaage

Mittel zur Selbstvermessung – Körperfettwaage

Bei der Selbstvermessung geht es um diverse Parameter, die man messen kann. Zum Beispiel:

  • Blutwerte
  • Gewicht
  • Körperfett
  • Stimmung
  • Gerüche
  • diverse andere sensorische Eindrücke.

Zuerst haben Selbstvermesser Zahlen und Daten gesammelt und beobachtet.

Zum Beispiel gab es Leute, die jeden Tag zweimal aufgeschrieben haben, wie sie sich fühlen. Dann konnten sie irgendwann analysieren, ob sich diverse Stimmungsschwankungen zeigen.

Diese Personen haben dann den nächsten Schritt gewagt und versucht, diese Daten sinnvoll anzuwenden und daraus

  • positive Verhaltensweisen,
  • funktionierende Produkte
  • oder Dienstleistungen

zur Selbstoptimierung zu gestalten.

„Biohacking“ – Was ist das?

Für mich ist „Biohacking“, Selbstoptimierung mit drei Elementen:

  • Wissenschaft,
  • Technologie
  • und Systemtheorie.

Eigentlich kann man es so verstehen:

Beim traditionellen Hacking geht es darum ein System auseinanderzunehmen und wieder zusammenzusetzen. Das machen herkömmliche Hacker.

Biohacker nutzen das System der menschlichen Biologie. Sie schauen sich also den Körper und den Geist an, versuchen ihn zu verstehen, auseinanderzunehmen und dann in verbesserter Form wieder zusammenzusetzen.

Zum Schluss könnte ich das Ganze mit einem guten Beispiel abrunden, das ich immer gern verwende. Im Übrigen habe ich dasselbe bei der Biohacking-Konferenz in Los Angeles vorgestellt:

Mein Beispiel für Biohacking: Power Posing

biohacking power posing

„Power Posing“ – Es liegt uns in den Genen

Es kommt eigentlich aus der Primatenforschung. Man hat bemerkt, dass Primaten, wie zum Beispiel Gorillas, diverse Posen einnehmen, wenn sie sich überlegen fühlen.

Alpha-Männchen zum Beispiel, trommeln sich auf die Brust oder haben bestimmte Siegerposen. Das nennt man Power Posing.

Eine Harvard-Professorin – Amy Cuddy (in dem Video unterhalb des Textes zu sehen) hat herausgefunden, dass wir unseren Hormonhaushalt aktiv beeinflussen können, wenn wir „Power Poses“ einnehmen.

Machst du dich zum Beispiel groß, atmest ein und trommelst dir auf die Brust oder begibst dich in eine Wonder Woman Pose mit in die Hüfte gestemmten Armen, verändert sich dein Hormonhaushalt.

Jetzt kommt das Unglaubliche: Innerhalb von 15 Minuten erhöht sich dein Testosteron-Level um ganze 20 Prozent!

Das ist für Bodybuilder interessant, aber auch für Leute die auf ihr erstes Date gehen oder ein wichtiges Vorstellungsgespräch haben. Das ist nur ein Beispiel für Biohacking.

Wenn wir uns überlegen fühlen, nehmen wir automatisch diese Haltungen ein.

Kurzum: Verstehen wir erstmal das System, können wir unsere Hormone beeinflussen. Das tun wir, indem wir diese Haltungen einnehmen. Das ist Biohacking. Verstehen und reagieren.

Nehmen wir an, du gehst auf die Bühne und musst einen Vortrag halten. Davor gehst du zu einem Spiegel, trommelst dir ein bisschen auf die Brust, schreist rum.

Dein Testosteronspiegel geht hoch, du fühlst dich viel selbstbewusster und hast sozusagen somit dieses System gehackt!

Thomas: Gilt das auch für Frauen, oder ist das reine Männersache?

Max: Tatsächlich gilt es auch für Frauen.

Frauen haben ungefähr dreißigmal weniger Testosteron als Männer. Doch auch das Level kann erhöht werden.

Eigenschaften von Testosteron:

  • erhöht die Libido,
  • aggressiveres,
  • selbstbewussteres Verhalten
  • Stärkung des Immunsystems.

Testosteron ist eigentlich ein Universalwert. Es wird zwar oft eben als rein männliches Geschlechtshormon bezeichnet, aber Frauen haben durchaus auch Testosteron.

Bluttests

Biohacking Bluttest

Jährliche Bluttests können auch ohne Verdacht sinnvoll sein

Thomas: Jetzt habe ich mal eine ganz spezielle Frage, die mir in den letzten Tagen aufgekommen ist, seitdem ich dich jetzt kennengelernt habe:

Ich nehme seit fünf Jahren jährlich – mindestens einmal im Jahr – meine Blutwerte und schaue, ob alles in Ordnung ist.

Also nur für meine Gesundheit, für mich, ohne irgendwelche Verbindlichkeiten. Auch nicht auf die Empfehlung vom Arzt. Ich muss den Arzt eher dazu drängen, dass er mir die Blutwerte abnimmt.

Jedenfalls gibt es ja eine Reihe von Blutwerten, wo es eine gewisse Spanne gibt.

  • Woher stammt diese Spanne?
  • Woher weiß der Arzt, dass dieser Wert jetzt im Normbereich ist?
  • Und wie kann ich herausfinden, ob meine Werte wirklich gut sind?

Ich habe zum Beispiel einen Leberwert, der dauerhaft erhöht ist. Allerdings gibt es kein Anzeichen dafür, dass es irgendwo eine Schädigung gibt.

Woher weiß ich also ob dieser Wert für meinen Körper gefährlich oder normal ist?

Max: Das ist eine sehr, sehr gute Frage, über die man diskutieren kann. Ich würde sagen, diese Frage zu beantworten ist aus folgenden Gründen sehr schwierig:

Zum Einen bin ich kein Arzt. Das möchte ich gleich klarstellen.

Ich glaube es ist wichtig, eigene Erfahrungen zu sammeln. Ich habe viele Labortests durchlaufen und mich mit vielen Ärzten und Ernährungswissenschaftlern unterhalten, die meine Blutwerte analysiert haben.

Nun zu deiner ersten Frage:

Wie kommen Normwerte für ein Blutbild zustande?

Da fallen natürlich ein Haufen Leute rein, die oft nicht unbedingt die Zielgruppe sind, mit der man sich nun vergleichen möchte.

Also hast du Leberwerte von gesunden Leuten in dieser Sektion aber eben auch viele nicht gesunde Menschen, mit fehlerhaften Leberwerten.

Natürlich gibt es da schon Systeme, die versuchen herauszufinden, was für einen „normalen“ Erwachsenen in deiner Altersklasse und mit deinem Geschlecht, ein guter Leberwert ist.

Allerdings variieren ebendiese Normwerte drastisch von Labor zu Labor, da sie verschiedene Testvarianten anwenden.

Das bedeutet, dass es keinen Sinn macht, deine Werte bei einem Labor checken zu lassen und das nächste Mal bei einem anderen Labor.

Das ist zum Einen schwierig, weil die Labore teilweise andere Normwerte aus ihren Proben erheben. Und dann haben sie andere Geräte, das heißt, diese Labordiagnostik variiert stark.

Ich denke auch, dass es Sinn macht, die Ergebnisse mit einem Arzt zu diskutieren. Und ich persönlich bin ein großer Fan von Selbstexperimenten.

Diese fangen eben so an, dass du sagst, du erhebst deine Werte. Das ist deine Baseline.

Sagen wir mal, du nimmst nüchtern deine Blutwerte an einem normalen Dienstag um 10:00 Uhr. Dann hast du deine Werte. Du siehst: „Okay, mein Leberwert ist jetzt vielleicht sogar alarmierend hoch!“ Für einen Arzt hingegen hast du möglicherweise keinerlei Symptome.

Daraus würde ich jetzt noch nicht schlussfolgern, dass du vielleicht ein Problem hast. Ich würde vielleicht nach acht bis zwölf Wochen nochmal einen Test machen und sehen, ob sich meine Werte verändert haben.

Schauen, ob sie besser oder schlechter geworden sind oder in der Zwischenzeit weitere Symptome auftraten.

Oder hat sich irgendwas getan, was sich jetzt verändert hat? Habe ich an meinem Lebensstil etwas geändert?

Und dann würde ich das als eine Art Selbstexperiment sehen, das du dauerhaft durchführst.

Beispiel eines Selbsttests

biohacking selbsttestIch hatte als Leistungssportler in den USA mal einen Bluttest machen lassen, da war mein Testosteronwert sehr niedrig. Der Arzt meinte daraufhin, ich hätte vielleicht einen Testosteronmangel. Da war ich ziemlich besorgt. Es hat mich ziemlich aus der Bahn geworfen.

Ich bin dann damals in die Umkleide gegangen und sah meine ganzen Mitspieler. Ich meine, wir waren mehr oder weniger alle Leistungssportler – einer spielt jetzt sogar in der NBA .

Unter diesen Alpha-Jungs kann man sich gut vorstellen, dass bei mir nach der Diagnose „zu niedriges Testosteron„, die Alarmglocken gingen. Daraufhin habe ich ein Biohacking-Experiment begonnen.

Ich habe jeden zweiten Tag meinen Testosteron-Wert genommen und alles gemessen, angefangen bei den Schlafwerten bis hin zu meiner Ernährung.

Sogar die Stimmung! Ich habe mich zweimal am Tag von einer App fragen lassen, wie es mir geht. Außerdem habe ich diverse Werte genommen und dann nach einem Monat verglichen, ob sich irgendwas getan hat.

Ich habe gemerkt, dass mein Testosteron-Level komplett in Ordnung war. Es hatte nur starke Schwankungen.

Sogar mein Hausarzt meinte, er hätte nie gedacht, dass Testosteron derart schwanken kann. Mein Testosteronwert konnte an einem Tag sehr hoch sein, am nächsten wiederum sehr niedrig.

An Tagen, wo ich sehr gut geschlafen und mich gut ernährt habe, hatte ich tatsächlich einen Testosteronwert über dem Normbereich.

Dagegen an Tagen, an denen ich Alkohol getrunken, gestresst war oder wenig geschlafen habe, hatte ich dann einen Wert unter dem Normbereich.

Deswegen denke ich: Natürlich verdienen diese Normwerte eine Beachtung und verdienen es auch, mit dem Arzt oder Fachmann diskutiert zu werden.

Aber ich glaube auch, gerade ist eine ganz interessante Periode, was die Labordiagnostik angeht. Denn wir gehen weg von der punktuellen Analyse und hin zu einer Trendanalyse.

Wenn zum Beispiel dein Leberwert ohne Symptome jetzt – sagen wir mal – über mehrere Jahre dort bleibt, dann ist es vielleicht wirklich so, dass deine Leber einfach so operiert, ohne dass es dir jetzt persönlich schadet.

Thomas: Genau sowas Ähnliches hat der Sportmediziner auch gesagt. Zufälligerweise habe ich dieses Jahr einen Sportmediziner kennengelernt. Er war komplett offen.

Und vorher war es so, dass mein Hausarzt gefragt hat: „Warum willst du denn deine Werte wissen? Es liegt doch nichts vor, du hast doch nichts.

Ich bin Privatpatient, bezahle diesen Test aus eigener Tasche und trotzdem war er skeptisch.

Aber ich denke mir, zur Vorsorge ist es für jeden wichtig regelmäßig ein Blutbild machen zu lassen!

Jedenfalls hat der Sportmediziner gesagt: „Komm zu mir, wir machen das.

Und dann hat er mir das genauso erklärt wie du. Mein erhöhter Leberwert ist über dem Normbereich, aber nicht im kritischen. Und er sagte, dass es durchaus genetisch bedingt sein kann. Es muss nichts Schlimmes heißen. Ich sollte mir auch daher keine Sorgen mehr machen.

Ich fand das echt spannend, wie anders verschiedene Ärzte denken können und wie unterschiedlich sie es wahrnehmen und aufnehmen, wenn man sich um sich selbst kümmert.

Max: Ich denke die Entwicklung geht dorthin, dass man sagt, man fängt auch schon früh an, Werte zu sammeln und das ist eine Vorstufe zum Biohacking.

Auch wenn man sie jetzt nicht vielleicht unmittelbar braucht. Aber  es könnte dabei helfen, frühzeitig Erkenntnisse zu sammeln, sodass man auch in der Zukunft sieht: „Mein Leberwert ist jetzt hoch, allerdings war er das vor fünf Jahren auch schon und da hat sich nichts getan.

Es geht darum, dass du also einfach eine gewisse Sicherheit hast. Dass du deine Werte kennst und somit deine sogenannte „Baseline“. Sollte sich also an der Baseline was verändern und gleichzeitig Symptome auftreten, dann kann man eben gezielt dagegen handeln.

Thomas: Genau. Ich glaube der Punkt ist, dass man seine Werte nimmt und über die Jahre beobachtet. Sollte es keine Abweichungen geben, ist alles in Ordnung, selbst wenn einige Werte über dem Durchschnitt liegen.

Max: Genau. Und mit Ärzten war es bei mir auch so. Denn ich bin geradewegs zum Labor gegangen und fragte, ob sie mir mein Blut analysieren können, natürlich würde ich es selbst bezahlen.

Die Frage war meist: „Und warum?

Meine Antwort war darauf schlichtweg „Ich möchte sie einfach haben!

Ich kenne sehr, sehr viele Ärzte, die mittlerweile schon wirklich Vorsorge betreiben. Allerdings sind viele noch auf dem Trichter „Solange nichts kaputt ist, brauche ich auch nichts zu reparieren!

Und da kommen wir ins Spiel. Denn ich glaube, dass zum Beispiel wir beide den Bereich etwas aufbrechen und versuchen, die Leute dazu zu bringen, sich bereits jetzt schon um sich selbst zu kümmern.

Thomas: Genau. Das ist wahrscheinlich das Wichtigste. Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Ich habe schon immer alle Werte dokumentiert. Von Training über Ernährung bis hin zu den eigenen Blutwerten. Und ich denke, das ist auch wichtig. Nur so kann man sich selbst kennenlernen und verstehen, wie man selbst eigentlich funktioniert.

Aubrey de Grey und das „ewige“ Leben

Kennst du den Wissenschaftler Aubrey de Grey Max?

Max: Ja, interessanterweise hatte ich erst vor ein paar Wochen ein Mittagessen mit zweien seiner Partner von der SENS Foundation.

Und einer meiner sehr guten Freunde, Michael Greve (Gründer von web.de), investiert seine Zeit sehr intensiv in das Thema „Life Extension“ (also Verlängerung der Lebensdauer). Michael wiederum ist ein guter Freund von Aubrey de Grey. Ich habe ihn nur noch nicht persönlich kennengelernt.

Sollte dich der Wissenschaftler und seine Idee zum Biohacking interessieren, kannst du dir das folgende Video anschauen. Es ist auf Englisch, aber unglaublich interessant!

Thomas: Kurz zur Info für alle Leser: Aubrey de Grey sagt, dass man viel, viel älter als hundert Jahre werden kann.

Ich weiß gar nicht, ob er sagt auch unsterblich, aber mehrere hundert Jahre. Und soweit ich das richtig auf dem Schirm habe, sagt er, wenn er die finanziellen Mittel hätte, würde er das auch umgesetzt bekommen.

Ich habe das folgende Buch von Aubrey de Grey  gekauft, „Niemals alt – So lässt sich das Altern umkehren (Fortschritte der Verjüngungsforschung)„. Leider habe ich es noch nicht gelesen.

Was denkst du über das Thema „gezielte Lebensverlängerung“?

Max: Ich sehe es auch als einen super spannenden Bereich. Natürlich weckt das Thema auch mein persönliches Interesse.

Ich habe in dem Bereich auch einige Freunde, die sich wirklich intensiv damit beschäftigen. Wie zum Beispiel die SENS Foundation, wo auch Aubrey de Grey dabei ist.

Die SENS Foundation befasst sich mit den sieben Gründen des Alterns. Alle sieben kannst du oben im Video sehen, aber es geht unter anderem von Zellalterung bis Telomerverkürzung.

Es gibt diverse Gründe, warum der menschliche Körper altert. Diese Fundation versucht, aktiv zu forschen und sammelt dafür Gelder ein, um diese sieben Punkte zu stoppen.

Also sie versuchen gar nicht, so wirklich zu verstehen, warum wir altern. Ihre Ansicht ist tatsächlich – und das finde ich sehr spannend – dass das Altern eine Art Krankheit mit einer 100 prozentigen Sterberate ist. Schlussendlich stirbt jeder daran.

Keiner beschäftigt sich so intensiv damit, diese Krankheit wirklich zu heilen. Und deswegen hat sich die SENS Foundation zum Ziel gemacht, diese Aufgabe zu übernehmen.

Laut deren Aussagen soll nicht nur ein Alter von hundert Jahren, sondern sogar zwischen 200 und 500 realistisch sein – all das, dank Biohacking.

Interessanterweise gibt es in den USA jetzt auch schon eine Firma, die sich mit „Kryonik“ beschäftigt und Leuten erlaubt, sich für – ich glaube 200.000 Dollar – einfrieren zu lassen und dadurch den Körper zu bewahren.

Die Technologien und Methoden bestehen bereits, um jemanden wieder zu beleben und reaktionsfähig zu machen. Somit wäre der Tod nur vorübergehend. Ich bin da zwar eher noch Zuhörer als aktiver Mitwirker in dem Bereich, aber ich finde es unglaublich spannend.

Wie lange bleibt Sterben noch eine Pflicht?

Thomas: Ich finde es auch sehr spannend und sage meiner Freundin auch immer wieder, dass das Sterben in ca. 100 Jahren gar nicht mehr eine „Pflicht“ sein wird. Irgendwann wird es nicht mehr jeden betreffen. Man wird es sich womöglich aussuchen können.

Ich bin mir sicher, die Technologie dafür ist da oder wird es in hundert Jahren sein.

Wenn man dieses exponentielle Wachstum sieht, gerade was künstliche Intelligenz angeht, wenn das erst mal Fahrt aufnimmt in den nächsten Jahren, dann denke ich, wird dort einiges zu machen sein.

Und ich habe bereits in einem Buch darüber gelesen, dass unser Körper eigentlich nur ein biochemisches System ist.

Daher denke ich, wenn man das System als Ganzes versteht – in seiner ganzen Komplexität – dann wird man sicherlich auch in der Lage sein, sämtliche Krankheiten im Voraus mittels Biohacking zu verhindern.

Beziehungsweise sich davor zu schützen mit einer Art Impfung, sodass man gar nicht erst krank wird. Was denkst du darüber? Meinst du, das könnte klappen?

Max: Na ja, ich glaube schon. Gerade jetzt mit diesen neuen Technologien eröffnen sich viele neue Möglichkeiten.

Vor Kurzem kam ja erst die Meldung, dass eine französische Wissenschaftlerin diese CRISPR-Technologie erfunden hat.

Diese erlaubt in den Genen schon wirklich aktiv herumzubasteln. Damit ist es auch kein Problem mehr zum Beispiel die Augenfarbe zu ändern. Es allerdings interessanter, wenn es darum geht, Krankheiten vorzubeugen oder genetische Defekte zu heilen.

Also ich glaube, dass wir da wirklich gerade auch – du hast es angesprochen – mit künstlicher Intelligenz, virtueller Realität, Biotechnologie, Genetik, wirklich an einer Schwelle stehen, die sich in den nächsten 30 Jahren noch komplett verändern wird.

Wenn ich mal eine Angst äußern darf: 

Angenommen man lässt sich einfrieren – was passiert denn aber, wenn wir dann wieder aufwachen und alle Menschen um uns herum sind dann eine Art Menschen 2.0 und wir könnten da nicht richtig mithalten?

Die werden nicht mehr krank, sie haben ein super starkes Immunsystem, sehen besser, sind ausgeglichener und leistungsfähiger.

Ich spiele also auch immer gerne mit dem Gedanken herum. Und ich weiß, das macht wahrscheinlich auch vielen, vielen Angst.

Aber ich denke auch, wir können aktiv mitgestalten, wie es sein sollte. Und deswegen blicken wir vielleicht auf diese Zeit irgendwie zurück als eine Art „neue goldene Gründerzeit„.

Jetzt, wo alles in den Kinderschuhen steckt und sich in den nächsten Dekaden noch vollständig entwickelt, können wir dabei sein!

3.) Deine Firma heißt Biotrakr und die Produkte Flowgrade. Wie kam es zu Biotrakr und wie bist du dann zu Flowgrade gekommen?

Max: Biotrakr kam eigentlich aus der Kombination von Biomarker und Tracking zustande.

Ein Biomarker kann halt alles Mögliche sein, wie zum Beispiel:

  •  ein Blutwert
  • ein Speichelwert
  • Hauttranspirationen
  • oder Hauttemperatur.

Also ein Wert, der dem Körper abgenommen wird – ein Biomarker – und der dann im Rahmen des Biohacking getrackt (verfolgt/ beobachtet) wird.

Die erste Idee war eine Plattform, wo Leute Einsicht in diese Werte bekommen. Die erste Webseite von Biotrakr hat daher so ausgesehen, dass du beispielsweise deinen Vitamin-D-Wert eingeben konntest (wenn du ihn bereits hattest). Wenn du ihn von uns hast testen lassen, erschien er dann im Dashboard auf „biotrakr.de“.

Daraus entstand eigentlich der zweite Arm. Denn viele Kunden fragten im Nachgang an die Tests an, welches Produkt wir nun empfehlen könnten für den Wert den sie nun haben?

Unser erstes Flowgrade-Produkt waren Vitamin-D-Tropfen. Somit hatten wir den Vitamin-D-Test und dann gleich sehr hochwertige Tropfen, die wir dann wirklich speziell dafür entwickelt haben.

Diese waren dann in Kokosöl aufgelöst, aus Lanolin gewonnen. Das ist Schafswolle, weil eben Schafswolle sehr reichhaltig Vitamin D aufnimmt.

Der Name „Flowgrade“ ist folgendermaßen entstanden: Damals – vor etwa zwei Jahren – waren alle in unserem Bereich auf „Upgrading“,“Optimizing“ und „Optimierung“ getrimmt.

Ich hingegen habe gesagt, dass wir eigentlich vom Thema „Upgrading“ wegkommen müssen, denn wo wollen sich die Leute denn noch hin optimieren?

Und deswegen dachte ich, dass wir eigentlich ein bisschen Balance schaffen müssen – ein bisschen mehr Flow!

Eigentlich müssen wir die Leute nicht upgraden, sondern „flowgraden“.

Daraufhin haben wir mit ein paar Leuten überlegt und „flowgraden“ bzw. „Flowgrade“ hörte sich einfach ganz cool an. Und so ist dann die Produktmarke entstanden.

Eine Zeitlang existierte beides parallel, allerdings hat Flowgrade so viel Fahrt aufgenommen, dass wir gesagt haben, wir legen Biotrakr ein bisschen auf Eis und erlauben ein paar anderen Playern im Markt, diese Diagnostik-Schiene zu übernehmen. Wir hingegen konzentrieren uns mehr auf Content.

Ich mache ja jetzt einen Podcast, einen Blog und dann die Produkte – all das läuft unter Flowgrade. Die Firma aber heißt nach wie vor Biotrakr.

4.) Welche Produkte hast du noch im Sortiment?

C8-Öl

Max: Also unser absoluter Bestseller gerade ist das C8-Öl. Das ist ein Öl, das nur aus C8 oder Caprylsäure besteht. Diese wird aus Kokosfett, teilweise auch Palmfett gewonnen, hydrolisiert und dann als geschmacksloses, geruchloses Öl angeboten.

Und dieses Öl funktioniert wahnsinnig gut zur Energiegewinnung, da es sehr schnell verstoffwechselt wird in sogenannte Ketonkörper. Deswegen ist es auch sehr beliebt in der ketogenen Szene. Also unter denen, die sich sehr, sehr kohlehydratarm ernähren.

Aber es funktioniert eigentlich für alle, denn es wird sehr, sehr schnell verstoffwechselt. Eben ohne die Galle zu aktivieren. Es wird so schnell heruntergebrochen, dass es gar nicht ansetzen kann.

Das bedeutet, wenn du das Öl zu dir nimmst – ohne Zucker – verwendest du es entweder als Energie oder scheidest es wieder über den Urin aus. Das funktioniert sehr gut mit Kaffee, Tee oder als Salatöl.

Bulletproof Coffee

Dieses Konzept haben wir ein bisschen bekannt gemacht. Wir haben einen Biohacker Bulletproof Coffee, den man mit Weidebutter und diesem C8-Öl mischt und dann trinkt. Dieser Mix sorgt für eine maximale Fettverbrennung.

Dann haben wir noch einen speziellen laborgetesteten Kaffee, den wir anbieten. Diesen haben wir extra auf Toxine getestet und lassen ihn auch sehr, sehr leicht rösten, damit eben möglichst viele der Antioxidantien drin bleiben. Das sind zwei sehr gute Produkte von uns.

Collagen-Protein

Außerdem bieten wir Collagen-Protein an. Dieses funktioniert ganz gut, weil es hitzestabil ist. Daher kann man es zum Beispiel zu einem heißen Proteinkaffee machen.

Das ist eigentlich auch ein ganz cooles Bodybuilder-Rezept, weil so kannst du schon mit deinem Morgenkaffee die erste Proteinladung zu dir nehmen.

Proteinriegel mal anders

Und zu guter Letzt bieten wir auch Fremdprodukte an. Zum Beispiel führen wir unter anderem Produkte der Firma „Exo Protein“. Diese bieten Proteinriegel aus Insektenmehl an. Die sind sehr speziell und kommen aus New York.

Weiterhin haben wir eine Firma namens Four Sigmatic, die medizinische Pilzpulver anbieten. Und da haben wir vier verschiedene:

  • Reishi (Königin der Pilze)
  • Cordyceps (Legales Doping-Mittel – es erhöht die Sauerstoffaufnahmefähigkeit in den Zellen, ist ein Raupenpilz  der aber auch ohne Raupen wachsen kann. Es wird vermutet, dass die Chinesen in den 90ern, sehr viel davon supplementiert haben, als sie jegliche Weltrekorde brachen)
  • Löwenmähne (Konzentrationsbooster und medizinischer Vitalpilz)
  • Chaga (Schaut aus wie Baumrinde, wächst am Baum, saugt sich voll mit Nährstoffen und wird auch in der Krebstherapie schon intensiv angewandt. Kommt eigentlich so eher aus der russischen Medizin und hat auch hierzulande jetzt langsam Fuß gefasst.)
  • Teepulver mit Chaga

Unser Konzept ist, dass wir Produkte in Europa selbst unter sehr hohen Standards entwickeln. Wir untersuchen wirklich alles auf Wirksamkeit und heben alle Produkte auf die höchsten Qualitätsstandards.

Oder ich suche mir Produkte, die ich selbst sehr gut finde, die es hier aber noch nicht gibt, und nehme diese im Shop auf. Somit ergeben sich also zwei Sparten.

Hohe Qualitätsstandards durch regelmäßige Prüfungen

biohacking qualitätsprüfungenThomas: Was ich beeindruckend fand, ist: Auf deinem Kaffee stand, dass das Ganze in ziemlich kurzen und regelmäßigen Abständen geprüft wird. Im herkömmlichen Lebensmittelhandel gehe ich davon aus, dass es einmal im Jahr oder alle zwei bis drei Jahre geprüft wird. Bei euch wird ja wirklich jede Charge, also jede Lieferung geprüft. Das ist schon ein sehr, sehr hoher Qualitätsstandard!

Max: Danke, das ist auch unser Konzept, denn es gibt bereits viele Kaffee- und Proteinsorten. Daher auch diese Biohacking-Komponente.

Wir hacken da mit zwei Labors zusammen, unter anderem mit einem Labor in Potsdam, die heißen Metabolomic Discoveries. Das Labor hat zum Beispiel den Kaffee analysiert. Die Gesellschaft für Lebensmittelforschung in Berlin hat auch schon diverse Produkte für uns analysiert.

Wir wollen hinbekommen, dass dann wirklich von jeder einzelnen Charge einfach automatisch eine Packung ins Labor geht, dort analysiert wird und die Daten dann auf der Webseite automatisch aktualisiert werden.

Ich glaube fest an den Trend, dass die Leute einfach bewusster werden, was sie zu sich nehmen und wissen wollen, was drin ist. Außerdem vergleichen die meisten mittlerweile schon verschiedene Produkte und dort ergibt sich somit ein hoher Bedarf. Und auf den meisten Produkten steht einfach nicht drauf, was drin ist.

Udo Pollmer und die Veganer

Thomas: Das stimmt. Ich habe vor Kurzem den Lebensmittelchemiker Udo Pollmer kennengelernt, kennst du ihn?

Max: Nein.

Thomas: Udo Pollmer hat mehrere Bücher geschrieben. Er ist ein ganz starker Kritiker der vegetarischen und veganen Ernährung, was die Ernährung als gesundes Ernährungskonzept betrifft. Es geht ihm also nicht um die ethische Basis. Er hat hierzu einige Videos veröffentlicht, hier bekommst du einen guten Eindruck davon:

Es entwickeln sich ja gewisse Trends, beziehungsweise werden Theorien und Mythen aufgestellt und Udo Pollmer deckt diese Mythen dann mit seinen Recherchen und seiner Erfahrung auf.

Er erzählt auch, wie die Lebensmittelindustrie Mittel und Wege sucht, um unsere Produkte, so gut es geht, zu verpacken bzw. chemische Zusätze zu verwenden, die uns eigentlich schaden. Aber dadurch, dass sie uns gut schmecken und wir sie nicht einmal mitbekommen, konsumieren wir diese in großen Mengen.

Ich glaube, das war so ein Trend mit den E-Nummern. Mittlerweile geht die Lebensmittelindustrie dazu über, verschieden zusammengesetzte Produkte zu nehmen, daraus den Begriff zu formen, der das Ganze dann verschleiert und schmackhafter für den Konsumenten macht.

Also die Moral von der Geschichte ist:

Die Lebensmittelindustrie versucht, uns durch verschiedenste chemische Komponentenprozesse im Geschmack so zu beeinflussen, dass wir das Produkt immer und immer wieder kaufen und nicht darauf achten, was eigentlich drin ist oder gar nicht erst verstehen, wie diese Zusammensetzung wirkt und welchen Einfluss diese auf unseren Körper hat.

Und ich fand es wahnsinnig spannend, mit welchen kleinen, aber feinen Tricks die Lebensmittelindustrie wirklich arbeitet.

Das letzte Beispiel war, dass eine Farbe genutzt wurde, um Erbsen so grün zu färben, dass das Lebensmittel noch schmackhafter für den Konsumenten aussieht. Und das Ganze obwohl man wirklich davon ausgeht, dass diese Textilfarbe echt schädlich ist.

Das wurde aber in Kombination so clever produziert, dass das Ganze kaum identifizierbar war und nur durch Zufall herausgekommen ist.

Also es ist echt unglaublich, was teilweise in der Lebensmittelindustrie abgeht. Da kann man nur sagen, die besten Lebensmittel sind die, die einfach nicht verarbeitet werden. Da geht man auf Nummer sicher.

Wissen wir noch, was in Lebensmitteln steckt?

lebensmittelinhalte zuckerspritze

Es steckt nicht immer das in den Lebensmitteln, was draufsteht oder wonach es aussieht.

Max: Ja, bin ich auch total bei dir. Ich bin da auch sehr skeptisch, was da für Schindluder getrieben wird.

Nehmen wir zum Beispiel eines der erfolgreichsten Lebensmittel weltweit: Nutella! Es ist die perfekte Zusammensetzung aus Zucker und Fett. Teilweise ruft es daher auch Suchtverhalten bei Kindern hervor.

Also das ist wirklich mit Vorsicht zu genießen. Ich meine, man kennt ja auch Kinder, die auf Zucker laufen. Diese Kinder sind fast schon abhängig und sie werden dann richtig wild und zappelig, wenn sie keinen Zucker bekommen.

Ich denke, ein erster Schritt sich mit einer richtigen und vorteilhaften Ernährung auseinanderzusetzen wäre, auf unverarbeitete Lebensmittel zu setzen.

Ich bin ein Riesenverfechter davon, dass Kinder in der ersten Klasse schon Ernährungslehre bekommen. Also dass sie sich mit Ernährung auseinandersetzen und lernen:

  • Was ist was?
  • Wo ist was drin?
  • Was ist gut für mich?
  • Welche Lebensmittel sollte ich meiden?

Ich glaube, da ist wirklich ein Mangel an Bildung vorhanden. Wir sind uns jetzt schon bewusst, dass Kohlenhydrate die Ursache vieler Probleme sind, wie unter anderem:

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Übergewicht

Und dass wir einfach generell in der westlichen Ernährung zu viel davon zu uns nehmen, das wissen wir auch.

Wenn die Leute also Kohlenhydrate und Zusatzstoffe reduzieren würden, würden sie sich viel Gutes damit tun. Dafür müssten diese nur auf ein Minimum reduziert werden, statt diese komplett wegzulassen.

Die Menschen sollten sich auf ganzheitliche Lebensmittel konzentrieren, die gesunde Fette und Eiweiß beinhalten, statt verarbeitete Lebensmittel, wie zum Beispiel Getreideprodukte, denn diese können unter anderem Darmentzündungen hervorrufen.

Darunter fallen auch Lebensmittel, die wir sehr gerne und viel essen wie zum Beispiel Pasta oder Weizenmehlprodukte, Teig – diese Sachen.

Und das ist, glaube ich, auch so ein bisschen unser Erziehungsauftrag. Da bist du ja dabei, da bin ich dabei, um zu sagen: „Hey, lass die Finger von diesen Dickmachern und konzentriere dich auf die guten Lebensmittel!

Es ist also nicht allzu schwer Biohacking zu betreiben, denn man sollte sich einfach auf die gesunden Sachen konzentrieren und diese zu sich führen, statt zu viel von dem Schlechten.

Die 80/20 Regel

verhältnis gesunder lebensmittel zu ungesunden

Das richtige Verhältnis der Lebensmittel ist entscheidend!

Thomas: Das stimmt. Ich bin ein Verfechter der 80/20-Regel:

Ich sage, 80 Prozent der Zeit sollte man sich gut ernähren und 20 Prozent kann man durchaus sündigen.

Mir fällt es selbst sehr schwer, auf die vielen leckeren Sachen zu verzichten. Beispielsweise Nutella – also ich bin da auch süchtig. Jedoch ist es bei mir so, dass ich es nicht jeden Tag esse, auch nicht jeden zweiten, sondern vielleicht einmal in der Woche oder alle zwei Wochen.

Ich versuche es mir nicht streng zu verbieten, sondern lasse mir die Option offen und setze mich dabei nicht so unter Druck.

Ich denke mir, dass das langfristig der beste Weg ist, um den Kompromiss zu finden zwischen einer wirklich gesunden Ernährung, die uns gut tut und trotzdem zulässt, dass man Dinge isst, die das Leben einem sozusagen lebenswert machen.

Essen ist für mich sehr, sehr wichtig, und ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich solche süßen Sachen auch ganz gerne esse, jedoch in Maßen statt in Massen.

Max: Ich denke immer an diese glorreichen Ausnahmen, also z. B. eine Hochzeit oder das Wochenende. Da lange ich auch gerne mal zum Bier und lasse es krachen. Dann erlaube ich mir das. Für mich fällt das unter das Konzept „soziale Gesundheit und Genuss„, und auch das ist ein wichtiger Aspekt dieses Balance-Konzepts.

Denn ich glaube, wo Licht ist, ist eben auch Schatten und wo gesunde Ernährung ist, ist hin und wieder eben auch mal diese glorreiche Ausnahme.

Ich denke damit, sich selbst zu geißeln und sich keine Ausnahme zu genehmigen ist ungesund und man tut sich damit selbst keinen Gefallen. Denn damit verlierst du auch Disziplin.

Wenn du jedes Mal so aktiv sagen musst: „Nein, darauf verzichte ich jetzt!„, dann  spürst du es irgendwann woanders. Dann wirst du undiszipliniert in anderen Lebensbereichen.

Ich meine, wir sind alles Menschen und ich glaube, Genuss gehört genauso zum Leben. Also die 80/20-Regel kann ich durchaus befürworten, ich lebe auch danach.

5.) Was macht Flowgrade bzw. deine Produkte so besonders im Vergleich zu anderen?

Max: Also zum Einen haben wir eigentlich drei Qualitätsstandards.

Wir lassen ausschließlich unsere Biohacking-Produkte mittlerweile in Europa veredeln und haben eben diesen EU-Qualitätsanspruch. Das bedeutet wir wollen wissen, wer diese herstellt und unter welchen Voraussetzungen das geschieht.

Ich war letzte Woche erst in Holland bei einem unserer Partner und habe mir wirklich mit Haarnetz und Laborkittel mal die ganzen Maschinen und Verarbeitungsräume angesehen. So konnte ich einfach mal einen Eindruck bekommen, wie sowas gemacht wird.

Und das will ich eben auch so ein bisschen an unsere Käufer dann kommunizieren: „Hey, wir wissen, wo die Sachen herkommen, wer sie macht.“ Das ist Nummer 1.

Dann natürlich, dass sie nicht mit Zusatzstoffen arbeiten, die keiner versteht. Es bei fängt Maltodextrin an oder Ähnliches. Da schalten die Leute einfach ab und schlucken es, obwohl sie nicht wissen was tatsächlich drinsteckt.

Wir versuchen uns auch wirklich auf maximal fünf Inhaltsstoffe zu beschränken und dann wirklich ganz genau zu sagen, was enthalten ist.

Teilweise haben die Biohacking-Produkte wie beispielsweise das C8-Öl nur einen Inhaltsstoff – die Caprylsäure. Sie wird verestert mit Glyzerin und das steht z. B. auch auf unserer Flasche. Der Grund ist, sie einfach verdaulich zu machen.

Und bei unserer Schokolade, die wir jetzt wieder in der Weihnachtsedition rausbringen, da ist z. B. dann anstatt Zucker Xylit drin, Orangenöl, Kakao, ein bisschen Zimt und eine Prise Piment. Das war es.

Und da will ich eben wirklich sagen, fünf Zutaten sind unser Maximum.

Abschließend unser dritter Anspruch: Neben dem Verzicht auf Zusatzstoffe und Veredelung in Europa sind da noch die Laboranalysen. Dass wir wirklich sagen, wir lassen es testen und wissen, was drin ist. Und darunter fällt dann auch der Wirkungsanspruch. Also was drin sein soll, soll dann eben auch drin sein.

Wir arbeiten jetzt gerade an so ein paar ganz interessanten Teeprodukten für nächstes Jahr, die dann auch eben wirklich eine Funktion haben sollen.

Zum Beispiel sollen sie den Leuten helfen, leichter einzuschlafen oder auch Proteine besser aufzunehmen. Es wird ein Mineralienprodukt. Wir setzen auf stark transparente, gut kommunizierte, hochwertige und auch wirkungsvolle Produkte.

6.) Mit welchen Produkten verbesserst du deine eigene Leistungsfähigkeit?

Max: Gute Frage, denn ich probiere auch viel aus und davon bleiben ein paar Sachen hängen und einige lasse ich beiseite.

Und interessanterweise gibt es so ein paar Produkte, die ich nicht zu mir nehme oder schlucke, aber die mir unheimlich viel bringen bzw. mich leistungsfähiger machen oder mich bereits morgens positiv stimmen. Zum Beispiel mein Dankbarkeitstagebuch.

Five Minute Journal

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Five Minute Journal

Wie das Ganze funktioniert? Man braucht nicht unbedingt ein Buch dafür, aber es gibt natürlich auch welche, wie zum Beispiel das Five Minute Journal. Allerdings kann man auch einfach ein Blatt Papier nehmen. Dann schreibst du drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Das funktioniert tatsächlich und hat auch einen evolutionären Grund.

Es ist ganz einfach:

Wenn du an etwas denkst, wofür du dankbar bist, denkst du an etwas, was in deinem Leben positiv ist.

Das bedeutet, wenn ich dich jetzt frage, Thomas, wofür bist du dankbar?

Dann versuchst du irgendetwas zu finden, wofür du dankbar bist und das ist nun mal positiv. Wenn du das auch noch aufschreibst, dann visualisierst du es, denkst kurz daran, rufst dir das ins Gedächtnis, sagst „Danke“ dafür und dann bist du ganz einfach schon leicht positiv gestimmt.

Und das kombiniere ich eigentlich mit drei Sachen, die ich auch noch machen will.

  1. Also zum Einen schreibe ich drei Dinge auf, für die ich dankbar bin
  2. und dann drei Dinge, die ich heute machen will, damit es ein erfolgreicher Tag wird.

Ich versuche wirklich, es zu beschränken und sage zum Beispiel „Ich will ins Gym gehen.“ Das ist Nummer eins. „Ich will eine gesunde Mahlzeit essen.“ Nummer 2. Und dann Nummer 3 beispielsweise „Ich will diesen Newsletter herausschicken.

Wenn ich diese drei Sachen im Laufe des Tages abhake, die ich bereits am Morgen visualisiert habe, fühle ich mich am Ende des Tages produktiver und positiver.

Bulletproof Coffee

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Bulletproof Coffee

Eine andere Taktik, die mir wirklich derzeit sehr gut tut, ist der Bulletproof Coffee, der Butterkaffee. Fast jeden Morgen trinke ich ihn, auch an intermittierenden Fastentagen.

Er funktioniert so:

Du brühst dir einfach normal einen Kaffee auf und mischst diesen im Mixer oder mit Hilfe eines Milchaufschäumers mit einem Esslöffel Butter und einem Esslöffel MCT-Öl, C8-Öl oder auch Kokosöl.

Dadurch nimmst du viele Fette mit sehr wenig Kohlehydraten auf  und sättigst dich über mehrere Stunden, bist leistungsfähig und hast aber eigentlich keinen Hunger. Somit fällst du nicht in dieses ungewollte „Schnitzelkoma“, wo die Leute hungrig werden und irgendwas in sich reinstopfen.

Das hat meine Leistungsfähigkeit mindestens verdoppelt, wenn nicht sogar verdreifacht. Wenn ich jetzt also einen besonders anstrengenden, mental fordernden Tag habe, dann esse ich wirklich nichts bis Nachmittag. Ich trinke dann diesen Kaffee beispielsweise um 8:00 Uhr und bin dann eigentlich so bis 14.00/ 15.00 Uhr satt. Meistens trinke ich schon zwei von denen. Dann bin ich konzentriert und kann wirklich einiges wegarbeiten.

Und dann um 14.00/ 15:00 Uhr nehme ich die erste, meistens eine sehr fettreiche Mahlzeit, zu mir. Dann habe ich meistens eine Down-Periode von zwei bis drei Stunden und anschließend beginne ich nochmal hochzufahren.

Den Bullettproof Kaffee kann ich nur empfehlen.

Kreatin und BCAAs (Aminosäuren)

An Workout-Tagen bin ich auch ein großer Fan von Kreatin und BCAAs. Diese Aminosäuren kombiniere ich, wenn ich jetzt wirklich sage, ich will Muskeln aufbauen. Manchmal habe ich solche Perioden – denn ich komme ja aus dem Leistungssport – da versuche ich wirklich gezielt vor den Trainingseinheiten ca. 5 Gramm Kreatin-Monohydrat zu mir zu nehmen, gepaart mit ein paar BCAAs. Damit habe ich eigentlich die besten Effekte erzielt.

7.) Was hat das mit dem „Schnitzelkoma“ auf sich?

Max: Ich habe mir das auch mal genau erklären lassen. Das Problem ist einfach: Es ist das Hormon „Insulin“, was uns stark beeinflusst, wenn wir plötzlich viele einfache Kohlenhydrate essen (wie beispielsweise ein Schnitzel mit Pommes).

Du erhöhst deinen Blutzucker, Insulin wird ausgeschüttet – meistens zu viel – dein Blutzucker fällt wieder und du fällst in Unterzucker. Folglich wirst du einfach wieder müde und irgendwann bist du wieder hungrig.

Der Wechsel zu einer fettreicheren Ernährung erlaubt dir dann dieses Hungergefühl ein bisschen auszubalancieren.

Ich habe neulich auch wieder die Folgen von Zucker am eigenen Leib erfahren. Meine Freundin hatte letzte Woche Geburtstag und da habe ich daher so einen Cheat-Day („Gönntag“) gemacht. Da habe ich das Gefühl nach zu viel Zucker so richtig spüren können.

Der Cheat Day

biohacking cheat day

Ein richtiger Cheat Day wirkt manchmal Wunder

Thomas: Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit könnte man den ganzen Tag schlafen. Das ist unglaublich.

Meist ist Sonntag mein Esstag (mein Cheat Day). Ich bin da ganz deiner Meinung. Sobald Zucker im Spiel ist, hat das ganz krasse Folgen. Man wird müde, träge und lustlos.

Spitzenleistung während einer Diät

In jeder meiner Diäten, trotz Nahrungsmittelentzug bzw. Kalorienentzug, habe ich mich immer besser gefühlt als mit einer herkömmlichen, normalen, kohlenhydratenarmen Ernährung.

Das ist so unglaublich und viele meiner Kunden bestätigen das auch!

  • Man ist nicht mehr so müde
  • und ist sogar leistungsfähiger.
  • Teilweise verbessern sich dann die Blutwerte,
  • man nimmt ab,
  • man ist einfach agiler
  • und fitter.

Und das Witzige ist:

Ich habe schon viele Diäten gemacht und in jeder meiner Diäten, habe ich nicht nur abgenommen, Fett verbrannt und habe mich besser gefühlt, sondern auch meine Leistungsfähigkeit ist jedes Mal nach oben gegangen.

Mit Leistungsfähigkeit meine ich in erster Linie meine Kraft. Ich habe mein Körpergewicht reduziert bzw. Fett abgebaut, hatte einen niedrigen Körperfettanteil und trotz dessen, also

  • trotz mehr Training,
  • trotz geringerem Körperfettanteil und
  • trotz Kalorienentzug

ist meine Leistung nach oben gegangen.

Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie solche kleinen Stellschrauben, wie beispielsweise weniger Kohlenhydrate und mehr gesunde Fette eine solch erhebliche Wirkung haben können.

Max: Absolut. Ich bin persönlich auch ein großer Fan der ketogenen Ernährung. Das ist dann wirklich fast „No Carb“, also sehr, sehr wenig bis keine Kohlenhydrate. Wir befinden uns da im Bereich von weniger als 50 Gramm Zucker pro Tag. Das beschränkt sich auf zwei Äpfel oder einen Müsliriegel.

Das halte ich jetzt auch nicht permanent durch. Ich mache das ungefähr zwei bis vier Wochen recht intensiv und dann merke ich auch wieder, wie die Fettverbrennungsmaschine angeworfen wird und man sich einfach sehr, sehr leistungsfähig fühlt, weil dein Organismus so wenig belastet wird.

Das bedeutet:

  • Du läufst (verbrennst) auf Fettsäuren,
  • dein Blutzucker bleibt recht stabil,
  • deine Hungerhormone wie z. B. Leptin normalisieren sich.
  • Du hast einfach generell weniger Hunger.

Als Leistungssportler musst du da ein bisschen aufpassen, wenn du mal wieder so einen Refeed Day (Aufladetag) hast, wo du wieder Carbs (Kohlenhydrate) isst. Die Gefahr besteht darin, dass du einfach zu viel Gewicht verlierst und dann auch irgendwann auch Muskelmasse abnimmst, weil du einfach nicht so viel Fett auf natürliche Weise essen kannst. Aber das funktioniert.

Es funktioniert wirklich und deswegen kann ich nur auch allen raten, die wirklich noch die letzten Fettpölsterchen verbrennen wollen oder generell abnehmen wollen: Lasst den Zucker weg!

8.) Was sind deine drei besten Produkte, die du für am wirkungsvollsten hältst?

C8-Öl

Max: Ich bin ein Riesenfan von C8-Öl geworden! Ich tue das eigentlich überall drauf und trinke es im Kaffee. Ich sehe es wirklich als eine tolle Errungenschaft dieser neuen Biohacking-Zeit an. Es ist einfach ein cooles Produkt, das man schnell verwenden kann, damit man schnell Energie auftankt.

Dankbarkeitstagebuch

Ich habe tatsächlich so ein Dankbarkeitstagebuch. Das nennt sich Five Minute Journal und dieses ist jetzt auf Englisch.

Aber da gibt es ein Muster. Du füllst jeden Tag aus: „Ich bin dankbar für…“ und kannst dir da Sachen reinschreiben.

Und ich finde das einfach ganz nett. Dafür kannst du dir auch ein normales Notizbuch holen, aber das ist eben ein Top Produkt. Ich verschenke es sehr gerne und habe es auch gern auf meinem Nachttisch. Das ist mein zweites favorisiertes Produkt.

Adaptogene

Im Moment bin ich ein Riesenfan von Adaptogenen geworden. Adaptogene sind Kräuter und werden in der chinesischen Heilmedizin oft verwendet. Per Definition sind sie nicht spezifisch und helfen deinen Hormonhaushalt auszubalancieren.

Unter anderem sind das zum Beispiel:

Dazu zählen auch Vitalpilze, wie zum Beispiel Reishi. Sie gilt als die Königin der Pilze. Unter anderem hilft er dir dabei dein Cortisol-Level zu managen. Und mittlerweile gibt es dazu auch ein paar Teeprodukte.

Diesen Tee gießt du einfach auf mit heißem Wasser und fühlst dich damit ein bisschen entspannter. Es hilft einfach ein wenig die Stresszone auszubalancieren. Das trinke ich fast jeden Abend zum Herunterkommen.

Als „Internet-Guys“ sind wir sehr bildschirmaffin und Blaulicht ist einfach generell immer schlecht, wenn es darum geht, einzuschlafen und das Cortison runterzubringen. Wenn du also lange vorm Bildschirm sitzt, dann ist einfach dein Cortisol-Level zu hoch. Daher finde ich, dass Adaptogene ein super Gegenmittel sind.

Also auf die drei würde ich mich jetzt beschränken. Das sind meine persönlich besten Produkte:

  • C8-Öl,
  • Dankbarkeitsjournal und
  • Adaptogene.

Thomas: Sehr schön. Danke.

Du wirst lachen, aber ich glaube, das ist fünf Jahre her, dass ich das letzte Mal so ein Dankbarkeitsjournal selbst geführt habe. Ich habe es geliebt und ich spiele gerade mit dem Gedanken es wieder zu starten.

Ein tolles Dankbarkeitstagebuch auf Deutsch findest du hier auf Amazon.de

Biohacking und „Natural Doping“ mit Dr. Christian Zippel

Thomas: Im Zusammenhang mit Pilzen und Superfoods fällt mir Dr. Christian Zippel ein. Kennst du Christian?

Max: Auch noch nicht, interessant. Aber ich finde es gut, dass du mir so neue Namen zuwirfst.

Thomas: Ich habe nämlich bei Christian ein Coaching mitgemacht. Das ist einer – ich würde mal sagen – einer der besten Personal Trainer Deutschlands – sehr, sehr, sehr, sehr belesen!

Er hat mit 26 Jahren seinen Doktor an der Uni München gemacht und ich durfte dann Personal Training mit ihm machen. Hat mich danach auch noch mal eingeladen und es war wirklich spannend, sich mit ihm zu unterhalten.

Er hat jetzt ein neues Buch herausgebracht, das sich „Natural Doping“ nennt. Ich habe es leider noch nicht ganz gelesen, aber er hat mir schon einige Insights gegeben. Das Beeindruckendste für mich waren Pine Pollen.

Pine Pollen sollen den Testosteronspiegel auf natürliche Weise anheben.

Das hat bei Christian und einem von ihm betreuten Gewichtheber nachweislich sehr gut funktioniert.

Der Gewichtheber ist etwas in Panik geraten, als er seinen Wettkampf gewonnen hatte und dachte die Doping-Kontrolle deckt ihn jetzt als Doping-Sünder auf. Aber da das alles in einem völlig natürlichen Rahmen stattfindet, sind Pine Pollen völlig dopingfrei und zu hundert Prozent natürlich.

Ich fand das wahnsinnig beeindruckend, wie man mit solchen, natürlichen Lebensmitteln aktiv sich selbst – ich sage mal – optimieren und verbessern kann.

Kre-Alkalyn ist ein Produkt, das für mich bisher am wirkungsvollsten war. Außerdem ist Kaffee für mich sehr wirkungsvoll.

Ich kann dir auf jeden Fall empfehlen Christians Bücher zu lesen!

Max: Habe ich mir schon aufgeschrieben.

Thomas: Ja, ich fand das wahnsinnig spannend.

Biohacking – Testosteron natürlich beeinflussen

biohacking testosteron

Du kannst dein Testosteronlevel natürlich beeinflussen – Biohacking!

Max: Ja, das ist wirklich spannend. Mit der natürlichen Steigerung des körpereigenen Testosterons habe ich mich auch viel auseinandergesetzt. Bei der Recherche bin ich auch über diese „Pine Pollen“ im Englischen gestoßen.

Es gibt eine Korrelation (einen Zusammenhang) zwischen Testosteronmangel und Magnesium im Körper. Weniger Magnesium kann wenig Testosteron zur Folge haben. Viele Leute haben Magnesium-Mangel, weil einfach nicht mehr so viel Magnesium in den verschiedenen Gemüsesorten enthalten ist.

Wenn man einen Magnesium-Mangel behebt, dann steigt auch das Testosteron-Level an.

Da gibt es wieder auch diverse Produkte. Es gab vor einiger Zeit einen Hype um Tongkat Ali. Das ist ein Testosteron-Produkt. Es ist, glaube ich, noch recht wenig studiert. Deshalb bin ich bei der Wirkung ein bisschen vorsichtig.

Aber was auch generell funktioniert, ist:

  • Gewichte heben,
  • Sprinten,
  • kalt duschen.

Das sind alles Sachen, die sich positiv auf die Hormone (Testosteron) auswirken.

Thomas: Das kann ich nur bestätigen. Ich bin ja ein absoluter Bodybuilding-Fan, und für mich geht nichts über schwere Gewichte. Ich scheine wahrscheinlich nicht fürs Laufen geboren zu sein, aber fürs Gewichtheben, und deshalb bin ich froh, dass es solche positiven Auswirkungen hat und mir auch wahnsinnig Spaß macht.

9.) Was sind deine 3 besten Biohacking-Tipps, die man sofort anwenden kann für Leistungssteigerung, besseren Schlaf und mehr Energie?

Max: Da möchte ich gleich einen Tipp geben, der für mich sehr gut funktioniert und die Produktivität enorm steigert.

1.) Pomodoro Technique

Pomodoro Technique

Er nennt sich die „Pomodoro Technique“. Diese hat eine große Bedeutung für alle, die wirklich produktiv sein wollen.

Wir leben in einer Zeit, in der die Reizüberflutung so ziemlich das größte Problem darstellt. Wenn du zum Beispiel ein Projekt schaffen willst, wirst du ständig von Facebook-Nachrichten, WhatsApp Mitteilungen oder irgendwelchen Notifications und E-Mails gestört.

Und jeder weiß, wie schwer es ist, sich da irgendwie Zeit zu schaffen. Man verfällt daher oftmals in einen sogenannten Autoresponder Mode, wo man einfach alles so ein bisschen beantwortet, aber nichts richtig vorantreibt.

Deshalb nutze ich die Pomodoro Technik.

Sie funktioniert so:

Du beschränkst dich auf 25 Minuten. Und in den 25 Minuten schalte ich mein Handy ab, schalte Facebook aus, WhatsApp und versuche wirklich, mich 25 Minuten auf ein Thema zu konzentrieren.

Das klingt jetzt noch nicht so lang, aber ich probiere dann auch mehrere von diesen Episoden hintereinander zu machen. Allerdings checke ich nach diesen 25 Minuten dann kurz, ob etwas reingekommen ist, das wichtig ist.

Vielleicht mache ich einen Telefonanruf, trinke kurz einen Kaffee und dann wiederhole ich diese 25 Minuten.

Das hat meine Produktivität enorm gesteigert. Es war wirklich etwas, was mir geholfen hat, mich auf einen bestimmten Sachverhalt zu konzentrieren und etwas fertig zu bekommen.

2.) Intermittierendes Fasten

biohacking intermittierendes fastenIch würde Intermittierendes Fasten (Kurzzeitfasten) zweimal die Woche empfehlen, es kann auch einmal oder dreimal gemacht werden. Und das heißt wirklich, dass du dir am Abend vorher die letzte Mahlzeit zuführst, um 8 oder 9 Uhr und dann für zwischen 15 und 18 Stunden nichts essen. Das bedeutet auch auf das Frühstück zu verzichten.

Unter Umständen unterbreche ich das klassische Fasten mit einem „Butterkaffee“. Allerdings hält dieser wirklich deinen Blutzucker stabil und dann esse ich erst nachmittags wieder etwas. Und da habe ich wirklich meine produktivsten Morgende.

Intermittierendes Fasten ist auch ein super Weg, um:

  • den Körper auf natürliche Weise zu entschlacken,
  • zu entgiften,
  • die Autophagie anzukurbeln.

Schlichtweg geht es hier um die Zellerneuerung, dass der Körper eben nicht mit Neuem belastet wird, sondern ein bisschen Zeit hat, alte Sachen abzubauen und abzutransportieren. Das zweimal die Woche finde ich einen super Weg, um einfach produktiver zu sein.

Und der Dritte, lass mich überlegen…

3.) Meditation

biohacking meditation

Meditation kann helfen, wieder zu sich zu finden und den Körper zu verstehen.

Ich empfehle Meditation. Das heißt sich ruhig hinsetzen und mal zehn Minuten nichts tun. Ich glaube, das ist heutzutage auch enorm selten. Und ich glaube das zu schaffen kann und ist echt schwierig.

Aber es ist unglaublich wertvoll zu meditieren. Nimm dir zehn Minuten, setze dich hin, schließe die Augen und achte auf dich:

  • Wie ist meine Atmung?
  • Was fühle ich gerade?
  • Wo befinde ich mich?
  • Wie fühlt sich der Boden unter meinen Füßen an?

Das ist ein fantastischer Weg, um auch mal wieder – ich sage immer – „mentalen Müll“ rauszubringen, so ein bisschen Zähne putzen für den Verstand.

Das jeden Morgen für zehn Minuten ist super!

Ich gebe dir einfach noch einen vierten Tipp:

4.) Eine kalte Dusche wirkt Wunder

Was ich mittlerweile jeden Tag mache, und von dem ich ein Riesenfan geworden bin, ist das kalte Duschen. Und zwar für zwei Minuten, wirklich richtig kalt.

Das führt dazu, dass diverse Hormone ausgeschüttet werden, unter anderem auch Adiponektin.

Das ist jetzt interessant für Leute, die einen Sixpack haben wollen, weil es die Fettverbrennung ankurbelt und dieses weiße Fett, das eben am Bauch ist, abtransportiert und teilweise auch in braunes Fett umwandelt.

Wiederum dieses braune Fett ist metabolisch aktiv. Das findet man bei Kindern zum Beispiel am Nacken.

Kalte Thermogenese oder eben kalte Bäder, kalt duschen – auch kombiniert mit Sauna – ist ein super Weg, um diese Art von Fettverbrennung anzukurbeln.

Thomas: Ich danke dir. Sehr, sehr coole Tipps. Mir ist gerade eingefallen, du hast gerade die Meditation erwähnt.

Dazu kann ich dir und auch allen Lesern ein sehr, sehr schönes Buch empfehlen. Und zwar „Die Alzheimer-Lüge“ von Michael Nehls.

Dr. Nehls sagt, dass Meditation bzw. Schlafen enorm wichtig ist. Dabei werden die Informationen des Tages vom „Zwischenspeicher“ (Hippocampus) unseres Gehirns in den „Hauptspeicher“ (Neocortex) geladen und dort sortiert.

Der Zwischenspeicher versucht während des Schlafs immer wieder die Informationen in den Hauptspeicher zu übertragen. Das ist nämlich auch der Grund warum, dass wir manchmal träumen und dann noch komische Sachen träumen. Die Informationsfetzen sind lose und werden vom Gehirn sortiert.

Normalerweise überträgt unser Gehirn die Informationen unbewusst. Wenn wir schlafen, nehmen wir diese Bruchstücke manchmal auf und deshalb entstehen Träume, die völlig wirr und aus dem Zusammenhang gerissen sind.

Meditation ist unglaublich wertvoll, weil dort die gleichen Effekte passieren, wie beim normalen Schlaf.

Wenn man also ausreichend schläft und meditiert, dann schützt man sich auch vor Alzheimer (so Dr. Nehls) und wird nicht nur wacher und frischer, sondern auch noch gesünder. Das wollte ich einfach nur mal so anmerken, weil ich das unglaublich spannend fand.

Max: Ich bin fest davon überzeugt, dass Meditation so viele positive Auswirkungen hat, die gerade erst ein bisschen bekannt werden.

Meditation hatte ja auch lange Zeit etwas esoterisches und jetzt langsam kriegt es auch einen wissenschaftlichen Touch, sozusagen Hand und Fuß. Meditation ist etwas, was Jahrtausende alt ist, aber einfach hilft, heutzutage auch mit dieser Reizüberflutung fertig zu werden und Krankheiten vorzubeugen. Also ich kann es auch wirklich nur jedem empfehlen.

Thomas: Super. Danke, das waren eine Menge Informationen. Es hat mega viel Spaß gemacht, dir zuzuhören.

Max: Ebenso.

Thomas: Ich würde sagen, wir verabschieden uns, bzw. sagen bis zum nächsten Mal. Und wenn in der Zwischenzeit meinerseits Fragen kommen, dann freue ich mich, wieder von dir zu hören und dich auch mit Fragen über Biohacking zu belästigen 😉 Max, vielen, vielen Dank. Ich werde jetzt für die Leser sagen „Auf Wiedersehen!“

Max: Ja, Danke Thomas. Hat echt sau Spaß gemacht. Wir sollten das wirklich wieder machen. Ich finde es immer echt spannend mit jemandem über solche Themen zu reden.

Wir haben eben auch über Life Extension gesprochen und 500 Jahre alt zu werden. Das hört sich unglaublich an, aber ich finde das einfach gut, solche Punkte mal aufzubringen und auch mit der Community zu diskutieren.

Thomas: Noch mal danke von meiner Seite und ich hoffe, dem Leser hat es gefallen und er konnte einige Tipps für sich herausziehen!?

Und falls es noch Bedarf an Produkten und leistungssteigernden Methoden gibt, dann findet der Leser alles auf deiner Seite www.flowgrade.de, richtig?

Max: Ja, wir haben eine englischsprachige und eine deutschsprachige Seite. flowgrade.de ist für alle Deutschen zu empfehlen.

Thomas: Bis bald 🙂

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Thomas Bluhm
 

Hey, ich bin Thomas. Ich bin lizenzierter Fitness Trainer, Autor und liebe seit 20 Jahren den Kraftsport, schwere Gewichte und seit kurzem auch Nespresso Kaffee :-) Hier auf meinem Blog teile ich mein Wissen und meine Erfahrung über Fettverbrennung und Muskelaufbau.

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